Stützle und seider kassieren playoff-dämpfer – buffalo jubelt nach 14 jahren

Tim Stützle und Moritz Seider, Deutschlands Hoffnungsträger in der NHL, erlebten am Freitagabend einen gemeinsamen Albtraum: Beide Nationalspieler verloren mit ihren Teams 1:4 – und das inmitten des erbitterten Kampfes um die letzten Wildcard-Plätze im Osten.

Die Ottawa Senators um Stützle kamen gegen die Minnesota Wild nicht über ein 1:4 hinaus, die Detroit Red Wings mit Seider an Bord kassierten bei den New York Rangers dasselbe Ergebnis. Die Pleiten fallen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn die Playoff-Tür schwingt nur noch für zwei der vier punktgleichen Klubs – Senators, Red Wings, Columbus Blue Jackets und Philadelphia Flyers stehen bei 88 Zählern.

Stützle punktet beim ehrentreffer – zu spät

Der 22-jährige Stützle lieferte zumindest die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:4 durch Drake Batherson in der 57. Minute, doch die Sens blieben torlos in den ersten 40 Minuten und verpassten die Chance, sich etwas Luft zu verschaffen. Die Enttäuschung war dem Assist-König anzumerken: Er verließ als einer der Letzten das Eis, Schläger hoch, Blick starr aufs Eis gerichtet.

Bei Detroit war es ein ähnliches Bild: Die Wings begannen stark, doch ein früher Powerplay-Gegentreffer und zwei späte Empty-Netter zerstörten jede Hoffnung. Seider spielte 24:33 Minuten – meiste Eiszeit aller Defender –, doch seine Bälle fanden kein Ziel. „Wir haben die Scheibe nicht tief genug gespielt“, sagte der 23-jährige Verteidiger nach dem Spiel, „und dann bekommst du in Madison Square Garden sofort den Hals zusammengedrückt.“

Buffalo beendet historische durststrecke

Buffalo beendet historische durststrecke

Während die Deutschen noch Luft holen, feierten die Buffalo Sabres bereits: Dank der Detroit-Niederlage sichern sie sich als siebtes Team der Eastern Conference das Playoff-Ticket – zum ersten Mal seit 2011. Die 14-jährige Abstinenz war die längste der NHL-Geschichte. In der KeyBank Center brach nach dem Abpfiff im Rangers-Spiel kollektiver Jubel aus, Fans stürmten die Sozialen Netzwerke mit dem Hashtag #Finally.

Für Stützle und Seider wird es nun eng. Vier Spiele bleiben, um sich aus dem Vierkampf zu lösen. Die Wahrscheinlichkeitsrechner der US-Sender zeigen Ottawa eine 42-prozentige Chance, Detroit nur 38 %. Die Argumente? Ottawa hat die bessere Tordifferenz, Detroit das schwerere Restprogramm mit Duellen gegen Boston und Carolina.

Die Botschaft ist klar: Wer jetzt stolpert, fliegt raus. Und die deutschen Stars müssen mit ansehen, wie andere Klubs schon Koffer packen – während sie selbst noch zittern.