Stuttgarter rasen-chaos: shelton muss regen-pause überstehen!
Stuttgart – Ein Tennisturnier, das zur Geduldsprobe wird! Topfavorit Ben Shelton musste beim Turnier in Stuttgart heute Abend zum zweiten Mal eine Unterbrechung hinnehmen. Der Regen sorgte für leere Ränge und abgedeckte Plätze, während Shelton kämpfte, um seinen angestrebten Halbfinaleinzug nicht zu gefährden.
Überraschende pleite im ersten satz
Das Viertelfinale gegen den japanischen Qualifikanten Sho Shimabukuro begann alles andere als nach Shelton’s Geschmack. Der Weltranglisten-Fünfte aus den USA lag bereits mit 4:6 im Rückstand, als die Dunkelheit das Spiel zusätzlich erschwerte und die Partie unterbrechen musste. Eine unerwartete Wendung für den als großer Favorit ins Turnier gestarteten Shelton.
Doch Shelton ist kein Unbekannter, wenn es um unerwartete Situationen geht. Sein Achtelfinale am Donnerstagabend war bereits aus ähnlichen Gründen abgebrochen worden, und auch damals zeigte er Moral. Er trotzte den Regen-Geduldsproben und den Rückständen, um das Spiel fortzusetzen, nachdem er zuvor sein Achtelfinale gegen Marcos Giron in einem spannungsgeladenen Dreisatz-Match gewonnen hatte.
Der Gast aus Übersee hatte sich in der Fortsetzung seines tags zuvor unterbrochenen Achtelfinals denkbar schwer getan. Stundenlang mussten Zuschauer und Spieler ausharren, bevor das Spiel weitergehen konnte. Statt des geplanten Vormittagsbeginns ging es erst am Nachmittag weiter, viereinhalb Stunden später als vorgesehen.

Lehecka im visier – bublik und fritz warten
Wer den Kampf übersteht, muss sich im Halbfinale mit Jiri Lehecka auseinandersetzen. Der Tscheche zeigte sich in beeindruckender Form und besiegte Frances Tiafoe klar mit 6:4 und 7:6 (7:4). Im anderen Halbfinale trifft der Titelverteidiger Taylor Fritz auf den Kasachen Alexander Bublik, der sich ebenfalls in zwei engen Sätzen gegen Giovanni Mpetshi Perricard durchsetzte.
“Ich werde hier wirklich auf die Probe gestellt”, kommentierte Fritz nach seinem knappen Sieg. Er hatte 2025 den Titel gefeiert, als er Alexander Zverev im Finale besiegte. Zverev hat die diesjährigen Boss Open aufgrund seines French Open Sieges abgesagt und bereitet sich stattdessen auf Wimbledon vor.
Die Hoffnungen der deutschen Fans auf einen Einzug in die späten Turnierphasen wurden enttäuscht. Nur Struff und Hanfmann erreichten das Viertelfinale, schieden dort aber aus. Im Doppel konnten die Deutschen jedoch einen wichtigen Erfolg verbuchen und zogen ins Finale ein.
Die Boss Open in Stuttgart stehen somit vor einer spannenden, ungewöhnlichen Finalwoche, in der das Wetter und die Konstellationen die Spieler vor besondere Herausforderungen stellen werden.
