Stuttgart holt remis wie sieg: champions-league-hoffnungen am leben!

Sinsheim tobte, und zwar nicht nur wegen der mitgereisten Anhänger des VfB Stuttgart. Das späte 3:3 gegen die TSG Hoffenheim fühlte sich für die Schwaben an wie ein Triumph, ein echter Befreiungsschlag im Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze. Nach einer erschreckenden ersten Halbzeit und einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand bewiesen die Stuttgarter Moral und taktische Flexibilität – und das mit einem Quäntchen Glück.

Die erste halbzeit: eine katastrophe laut nübel

Die Anfangsphase ließ kaum erahnen, dass der VfB in einer entscheidenden Partie der Saison stand. Die TSG Hoffenheim dominierte das Spielgeschehen, eroberte zahlreich zweite Bälle und präsentierte sich deutlich aggressiver. Torwart Alexander Nübel sprach offen von einer „katastrophalen“ ersten Hälfte, unterstrich seine Aussage mit der Erkenntnis, dass seine Mannschaft sogar vier Kilometer weniger zurückgelegt habe als die Gastgeber – ein erschreckender Wert, der die mangelnde Laufbereitschaft und Intensität verdeutlichte.

Doch das Blatt wendete sich. Nach dem 1:3-Rückstand fand der VfB langsam ins Spiel, zeigte mehr Entschlossenheit und verbesserte die Mentalität, wie Nübel hervorhob. Tiago Tomas’ Last-Minute-Treffer ließ dann die Sektkorken platzen und schickte die Fans in Ekstase.

Demirovic: „der wichtigste punkt der saison!“

Demirovic: „der wichtigste punkt der saison!“

Ermedin Demirovic drückte die Bedeutung des Unentschiedens unmissverständlich aus: „Wir haben das Ding heute mit einem Unentschieden gewonnen.“ Und nicht weniger deutlich waren seine Worte bezüglich der Champions League: „Ich sage auch, dass wir ohne den Punkt wahrscheinlich, so optimistisch ich auch bin, am Ende nicht mehr reinkommen.“ Der Bosnier bezeichnete den Punkt sogar als den „wichtigsten“ der Saison, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Nübels einfache Rechnung für die Königsklasse ist ebenso pragmatisch wie aussagekräftig: „Wenn wir beide Spiele gewinnen (am letzten Spieltag steht noch das Spiel in Frankfurt an, Anm. d. Red.), sind wir in der Champions League.“ Die Stuttgarter haben das Schicksal selbst in der Hand, auch wenn der Blick auf die Konkurrenz, insbesondere Bayer Leverkusen, wachsam bleiben muss.

Ein Sieg in der kommenden Woche gegen die Werkself wäre der nächste große Schritt in Richtung Champions League. Die Euphorie nach dem gefühlten Sieg in Hoffenheim dürfte dabei die notwendige Energie liefern, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Die Fans können gespannt sein – der Kampf um die europäischen Ränge ist in vollem Gange.