Stürmisches europa: segler kämpfen in eckernförde um titel

Eckernförde tobte am Mittwoch – und das nicht nur wegen des Wetters. Der zweite Tag der Europameisterschaft im 49er, 49er FX und Nacra 17 war geprägt von extremen Bedingungen, die den Seglern alles abverlangten. Böen über 25 Knoten, zahlreiche Kenter und Entsetzungsretouren sorgten für dramatisches Geschehen auf der Regattastrecke.

Wizner-duo kämpft sich ins mittelfeld

Besonders im 49er Feld, wo 97 Boote aus drei Nationen gegeneinander kämpfen, war die Situation angespannt. Das deutsche Duo Martín und Jaime Wizner vom RCN Vigo zeigte jedoch eine beeindruckende Leistung und segelte vier solide Wertungen (4-6-(13)-4) heraus. Damit liegen sie aktuell auf dem 14. Platz. „Wir haben uns gezielt auf diesen Wettbewerb vorbereitet“, erklärte Martín Wizner nach den Rennen. „Nach dem Trofeo Princesa Sofía in Palma haben wir kontinuierlich trainiert, um fit zu bleiben und schnelle Entscheidungen zu treffen.“ Die Saison sei zwar nicht immer einfach verlaufen, aber das Ziel, in die Medal Race einzuziehen, sei weiterhin im Fokus.

Ein weiterer Lichtblick für die deutschen Farben war das Brüderpaar Alex und Pol Marsans vom CN Arenys de Mar, die in einer besonders turbulenten Wertung einen wichtigen Sieg errangen. Doch das Glück währte nicht für alle.

Schock für barceló und cantero: verletzung stoppt medaillenhoffnungen

Schock für barceló und cantero: verletzung stoppt medaillenhoffnungen

Im 49er FX-Feld kam es zu einem bitteren Rückschlag: Paula Barceló (CN Arenal) und María Cantero (RCN Gran Canaria), die amtierenden Weltcup-Zweiten, mussten aufgrund einer Verletzung Barcelós nach einem Kenterer ihre Rennen abbrechen. Ein Schock für das Team, dessen Ambitionen nun unerwartet gestoppt wurden. Barceló erlitt eine Verletzung am Bein, die sofortige medizinische Versorgung erforderte. „Es sieht zwar alles in Ordnung aus, aber wir müssen abwarten, wie sich Paula erholt“, erklärte Cantero nach der Rückkehr an Land. „Im Sport muss man sich eben anpassen.“

Alicia Fras und Elena Barrio (RCN Gran Canaria) konnten hingegen ihre Position im Gesamtklassement verbessern und liegen nun auf dem 28. Platz. Pati Suárez und Melania Henke (RCN Vigo/RCN Palma) hatten einen schwierigen Tag und beendeten die letzte Wertung auf dem 20. Platz.

Nacra 17: deutsche hoffnung verfrüht gestoppt

Nacra 17: deutsche hoffnung verfrüht gestoppt

Auch die Nacra 17-Crew um Joan Cardona (RCN Palma) und Nicole van der Velden konnte die Regattastrecke nicht vollständig bewältigen. Ein Abbruch im ersten Rennen beendete ihren Wettbewerb vorzeitig. Nur Dani und Nora García de la Casa (CN El Masnou) konnten ihre Rennen erfolgreich abschließen und verbesserten sich dadurch im Gesamtklassement. Die Bedingungen in Eckernförde demonstrierten eindrücklich, wie anspruchsvoll der Spitzensegelsport sein kann und wie schnell sich Hoffnungen in Enttäuschung verwandeln.