Streit um fördermittel: wollitz attackiert politik – „peinlich und bodenlos“
- Energie cottbus: wollitz’ scharfe kritik an brandenburgs politik
- Wollitz’ vorwürfe: verspätete fördermittel und fehlendes engagement
- Die politik kontert: anträge unvollständig und fehlende eigeninitiative
- Antragsunterlagen verzögerten die bearbeitung
- Kritik an freiberg und woidke: fehlende stadionbesuche und vernachlässigung
- Politische reaktionen und verteidigung der minister
- Hintergrund: stadionanpassung für die 2. liga
Energie cottbus: wollitz’ scharfe kritik an brandenburgs politik
Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Fußball-Drittligist Energie Cottbus, hat sich in drastischen Worten über die mangelnde Unterstützung durch die Brandenburger Politik beklagt. Im Fokus steht die Zögerlichkeit bei der Bewilligung von Fördermitteln für das Stadion. Die Kritik entfachte eine heftige Reaktion aus Potsdam.

Wollitz’ vorwürfe: verspätete fördermittel und fehlendes engagement
Auf einer Pressekonferenz vor dem Spielgegen den SC Verl äußerte Wollitz seine Frustration. Er sprach von einer „zum Fremdschämen“ Situation und warf der Politik vor, zugesagte Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro seien seit März 2025 zugesagt, aber bis heute nicht geflossen. Dies sei „peinlich, abartig und bodenlos”, so der Trainer.

Die politik kontert: anträge unvollständig und fehlende eigeninitiative
Die Brandenburger Politik zeigte sich überrascht und wies die Kritik zurück. Michael Schlick, stellvertretender Regierungssprecher, sprach von einem „Eigentor” und bemängelte, dass der Verein seine „Hausaufgaben” noch nicht gemacht habe. Demnach seien die Anträge von Energie Cottbus lange Zeit unvollständig gewesen.
Antragsunterlagen verzögerten die bearbeitung
Das zuständige Ministerium bestätigte, dass die vollständigen Antragsunterlagen erst am 20. Februar 2026 vorlagen. Die baufachliche Prüfung laufe nun mit höchster Priorität. Die Verzögerung liege also nicht an der Politik, sondern an der verspäteten Einreichung der notwendigen Dokumente durch den Verein.

Kritik an freiberg und woidke: fehlende stadionbesuche und vernachlässigung
Wollitz ging aber noch weiter und kritisierte auch Steffen Freiberg, den Brandenburger Sportminister, und Ministerpräsident Dietmar Woidke. Er bemängelte, dass Freiberg noch nie ein Spiel von Energie Cottbus besucht habe und Woidke nicht an der Feier zum 60. Geburtstag des Vereins teilgenommen habe.

Politische reaktionen und verteidigung der minister
Die Kritik an den Ministern wurde umgehend entkräftet. Es wurde betont, dass Freiberg für über 400.000 vereinssportertreibende Brandenburger zuständig sei und Stadionbesuche in der Regel auf Einladung stattfinden. Woidke sei an dem Tag möglicherweise mit wichtigen Aufgaben beschäftigt gewesen. Schlick fügte hinzu: „Ich denke, das ist ein toller Trainer, aber von Sachen, von denen er keine Ahnung hat, da schweigt man manchmal besser.”
Hintergrund: stadionanpassung für die 2. liga
Die Notwendigkeit der Stadionanpassung rührt daher, dass Energie Cottbus bei einem möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga die strengeren Anforderungen des DFB und der DFL erfüllen müsste. Die Fördermittel sollen hierfür eingesetzt werden.
