Stransky und didomenico verschwinden: die neue top-10 jagt die legenden weg

Die National League verliert ihre Punktegiganten. Matej Stransky verlässt Davos, Chris DiDomenico ist bereits weg – und mit ihnen schwindet die Macht der alten Zahlen. Die neue Top-10 der härtesten Scorer der letzten fünf Jahre ist kein Denkmal, sondern eine Baustelle.

Die königsklasse schrumpft – und ein finne muss draußen bleiben

Harri Pesonen wollte sich in Langnau verabschieden, mit erhobenem Helm. Stattdessen verpasst er die Top-10 um exakt vier Punkte. Marcus Sörensen, 32 Scorerpunkte trotz Kreuzband-Drama, schiebt sich auf 169 Zähler – und drückt den Tigers-Helden raus. Eine Machtverschiebung, die schon im kommenden September neue Namen schreibt.

Calvin Thürkauf liegt mit 171 Punkten auf Rang neun, aber er ist nur drittbester Lugano-Stürmer in seiner eigenen Kabine. Das zeigt: Die Konkurrenz schläft nicht, sie trägt dasselbe Jersey. Sven Andrighetto (172) und Denis Malgin (176) trennt ein Treffer, ein Assist, ein Abpraller. Beide holten in dieser Saison 41 Punkte in 41 Spielen – eine Symmetrie, die selten Zufall ist.

Jan Kovar führt die ZSC-Herden als einziger Import in den Top sechs. 184 Punkte, gebunkert aus 27 in der schwächsten Saison seiner Serie. Die Liga mag langsamer geworden sein, der Tscheche nicht. Er schafft es, selbst in schlechten Wochen über 0,6 Punkte pro Spiel zu schnitteln – ein Wert, für den andere Verträge kriegen.

Schweizer macht: moy und fazzini erfinden sich neu

Schweizer macht: moy und fazzini erfinden sich neu

Luca Fazzini war 2025/26 der beste Inländer der Liga – 47 Punkte, kein Schweizer war besser. Doch in der Fünf-Jahres-Bilanz reicht es nur für Rang fünf. Tyler Moy steht mit 189 Zählern eine Position vor ihm und hat schon bis 2030 unterschrieben. Die Message: Der 30-Jährige will nicht nur gewinnen, er will die Statistik vererben.

Toni Rajala kam aus Biel, ging nach Hause, kommt wieder. 195 Punkte, aber die Saison 2025/26 war seine dümmste mit 33 Zählern. Der Abstand auf Platz zwei: 26 Punkte. Das ist keine Lücke, das ist eine Schlucht. Und trotzdem: Der Finne lacht, weil er weiß, dass Stransky (221) nach dieser Saison nicht mehr nachlegen kann.

Didomenico verlässt – und bleibt trotzdem vorn

Didomenico verlässt – und bleibt trotzdem vorn

Chris DiDomenico sammelte 238 Punkte, bevor Ambri ihn ziehen ließ. 41 davon in diesem Winter, obwohl ihn die ersten Reporter schon abgeschrieben hatten. Die 17 Punkte Vorsprung auf Stransky schmelzen nicht, sie bleiben stehen – ein Denkmal aus Zahlen, das kein Transfer löschen kann. Die Liga dreht sich weiter, aber ihre Spitze steht still.

Die neue Jagd beginnt am 12. September. Dann zählt wieder jeder Pass, jeder Schuss, jeder Abpraller. Die Legenden sind abgestellt, die Jäger sind bereit. Und irgendwo in Rapperswil sitzt Tyler Moy, Vertrag bis 2030, und denkt: Die nächsten 238 Punkte sind nur eine Frage der Zeit.