Stransky krönt sich zum import-könig: davos-star lässt nhl-größen alt aussehen

Matej Stransky spielte 46 Spiele, erzielte 53 Punkte und machte allein 21 Tore entscheidend – kein Importspieler war in der Regular Season 2025/26 gefährlicher. Die Rangliste der Liga-Experten ist eindeutig: Der Tscheche ist der wertvollste Ausländer, den die National League aktuell zu bieten hat.

Warum stransky vor puljujärvi und granlund steht

Jesse Puljujärvi schoss 19-mal ein und legte 33 Treffer auf – Zahlen, für die er in Nordamerika belächelt wurde. In Genf reichen sie nur für Rang sieben. Der Grund: Der Finne sammelte 14 Sekundärvorlagen, Tore, die vor allem seine Linemates wertvoller machten. Markus Granlund toppt das interne Scoring, doch auch er profitiert von der starken Servette-Staffel. Stransky dagegen traf, als Davos in Unterzahl war, entschied Derbys mit Hattricks und blieb selbst während seiner Schonphase präsent – 28 Tore, 25 Assists, fast 1,2 Punkte pro Einsatz.

Die Statistik lügt nicht: Ohne Empty-Netter steht Stransky bei 21 primären Punkten mehr als jeder Konkurrent. „Er trägt uns, wenn die Scheibe brennt“, sagte Trainer Hans Kossmann nach dem 5:3 gegen Bern. Das MVP-Votum der Liga folgte postwendend.

Brännström und die revanche der verteidiger

Brännström und die revanche der verteidiger

Erik Brännström war in Ottawa ein Wegwerfprodukt, in Lausanne wird er zum Geschäftsmodell. 19 Tore aus der blauen Linie – zuletzt schaffte das 2022/23 Henrik Tömmernes, damals noch in Genf. Der Schwede katapultiert den LHC auf Platz zwei der Powerplay-Tabelle und ist der einzige Defender, der in der Gesamtwertung vor allen Stürmern außer Stransky steht. Sein Geheimnis: Er schiebt sich vor dem Bully in die Slot-Position, dort, wo normalerweise nur Centers lauern. Die Gegner wissen, was kommt – sie stoppen es trotzdem nicht.

Die versteckten gewinner: grant und hrubec

Die versteckten gewinner: grant und hrubec

Derek Grant verpasste 22 Partien und landet trotzdem auf Rang zehn. Rechnet man seine 0,97 Punkte pro Spiel hoch, wäre er Vorjahresbester. Die Vertragsverlängerung mit den Lions folgt logisch: Grant ist deren effizientester Stürmer, auch wenn die Medien lieber über den verletzten Schäppi reden. Simon Hrubec wiederum führt die Shutout-Liste an – sechs Mal blieb er ohne Gegentor. Sein Fangquoten-Wert von 92,2 Prozent klingt nach Routine, doch in den letzten zehn Spielen vor den Playoffs steigerte er sich auf 93,8. „Wenn er so weitermacht, ist er der Schlüssel zum Titel“, sagt Sportchef Sven Leuenberger. Die Zahlen geben ihm recht.

Die Botschaft ist klar: Wer in der Schweiz brillieren will, muss mehr liefern als einen NHL-Namen. Stransky hat das verstanden – und die Liga versteht ihn. Wenn er im Sommer nach Davos zurückkehrt, wird die Konkurrenz nicht nur ein Auge zudrücken, sondern beide.