Strafe für juventus: comolli und chiellini nach derby-eklat gesperrt

Eklat beim italienischen klassiker: sperren für juventus-funktionäre

Wie die Serie A am Dienstag bekannt gab, hat der Sportgerichtshof harte Strafen gegen Damien Comolli, den Geschäftsführer von Juventus Turin, und den ehemaligen Kapitän Giorgio Chiellini verhängt. Die Urteile sind eine direkte Folge der heftigen Auseinandersetzung nach dem Derby della Madonnina gegen Inter Mailand am vergangenen Samstag. Juventus verlor das Spiel mit 2:3, was zu großem Frust führte.

Comolli bis ende märz gesperrt

Comolli bis ende märz gesperrt

Damien Comolli wurde bis zum 31. März gesperrt. Ihm wird vorgeworfen, im Tunnel auf dem Weg zu den Kabinen eine „aggressive und schwerwiegende einschüchternde Haltung“ gegenüber dem Schiedsrichter eingenommen zu haben. Er soll versucht haben, physischen Kontakt herzustellen, wurde aber durch den Trainer und weitere Vereinsmitglieder daran gehindert. Zudem soll er den Schiedsrichter beleidigt haben. Die Serie A betonte, dass sich dieses Verhalten auch vor dem Schiedsrichterraum fortsetzte.

Chiellini bis ende februar gesperrt

Chiellini bis ende februar gesperrt

Auch Giorgio Chiellini muss eine Strafe verbüßen. Er wurde bis zum 27. Februar gesperrt. Die Begründung: „hartnäckige und respektlose Proteste“ gegen die Schiedsrichterleistung im Tunnel zu den Kabinen, die sich ebenfalls vor dem Schiedsrichterraum wiederholten. Darüber hinaus soll er beleidigende Kritik an den Schiedsrichterassistenten geäußert haben, was von einem Assistenten bestätigt wurde.

Chiellinis scharfe kritik am var

Nach dem Spiel hatte sich Giorgio Chiellini in einem Interview mit DAZN äußerst kritisch über die Schiedsrichterleistung und das VAR-System geäußert. Er sprach von einem „verpfussten Spektakel“ und bemängelte, dass das Protokoll nicht funktioniere. „Wir haben einen Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht“, sagte er frustriert. Seine Äußerungen dürften zu der Härte der Strafe beigetragen haben.

Die strafe im detail

  • Damien Comolli: Sperre bis zum 31. März
  • Giorgio Chiellini: Sperre bis zum 27. Februar
  • Grund: Aggressives Verhalten und Beleidigungen gegenüber Schiedsrichtern
  • Ort des Vorfalls: Tunnel zu den Kabinen und Bereich vor dem Schiedsrichterraum

Reaktion und ausblick

Die Sperren von Comolli und Chiellini sind ein deutliches Zeichen der Serie A, dass sie sich aggressives Verhalten gegenüber Schiedsrichtern nicht länger gefallen lassen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Zukunft entwickelt und ob Juventus gegen die Urteile Einspruch einlegen wird. Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Effektivität des VAR-Systems im italienischen Fußball auf.