Steinbach sagt millionendeal ab: nba-traum geht vor!

Würzburg – Ein überraschender Schachzug im deutschen Basketball: Hannes Steinbach hat sich offiziell für den NBA Draft angemeldet und dabei offenbar eine beträchtliche Summe Geld abgesagt. Der 20-jährige Center setzt alles auf seine Chance in der besten Basketball-Liga der Welt, auch wenn das bedeutet, auf lukrative Angebote im College-Bereich zu verzichten.

Die verlockenden nil-deals

Die verlockenden nil-deals

Wie BasketNews berichtet, standen Steinbach Angebote im zweistelligen Millionenbereich für NIL-Deals (Name, Image, Likeness) in der NCAA in Aussicht. Diese Verträge erlauben es College-Spielern, durch Werbeverträge und andere Kooperationen beträchtliche Einkünfte zu erzielen. Ein Deal über 4,8 Millionen Dollar pro Jahr für EuroLeague-Star Quinn Ellis, der ebenfalls zu St. John’s wechselte, verdeutlicht das Ausmaß dieser lukrativen Möglichkeiten. Steinbach hat diese Option jedoch abgelehnt.

Die Entscheidung für den NBA-Draft ist ein klares Bekenntnis zu seinem professionellen Traum. Rookie-Verträge in der NBA sind zwar standardisiert und weniger verhandelbar als NIL-Deals, aber dennoch eine bedeutende Chance. Top-Pick Cooper Flagg wird in Dallas mit 11,5 Millionen Dollar starten, während der Zehnte des Drafts rund fünf Millionen Dollar erhält – mit einem gewissen Verhandlungsspielraum, der zwischen 80 und 120 Prozent der Basis liegt.

Steinbachs Saison war beeindruckend: In durchschnittlich 34 Minuten pro Spiel erzielte der Big Man 18,5 Punkte, holte 11,8 Rebounds und blockte 1,2 Würfe. Die meisten Mock Drafts sehen ihn im Bereich der ersten Runden, was seine Chancen auf einen Platz in der NBA weiter erhöht. Der Draft findet am 23. und 24. Juni in Brooklyn statt. Ob Steinbach tatsächlich den Sprung schafft, wird sich zeigen. Aber eines ist klar: Er hat sich für den größten Traum seiner Karriere entschieden – und dabei einiges riskiert.