Stage rettet werder vor dem abgrund – stuttgart patzt!
Ein Mann, ein Tor, eine Wende: Jens Stage katapultierte Werder Bremen mit seinem Treffer in Stuttgart aus der Abstiegszone. Während die Schwaben nach Pokal-Final-Pleite noch mit dem Final-Kater zu kämpfen hatten, bewies der Däne, dass er zur Stunde der Not zur Stelle ist – und das bereits zum zehnten Mal in dieser Saison!

Die neue bremer mittelfeld-legende?
Stage reiht sich mit seiner konstanten Treffsicherheit in eine illustre Riege Bremer Mittelfeldspieler ein, zu der Namen wie Andreas Herzog, Johan Micoud, Marco Bode, Tim Borowski und Torsten Frings gehören. Doch der 29-Jährige geht einen Schritt weiter: Er ist der erste Profi im Trikot der Grün-Weißen, der es schafft, in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten zweistellig zu treffen. Seine Leistung ist beeindruckend und zeigt seine Wichtigkeit für das Team.
Schon in der 18. Minute ließ Stage seine Klasse aufblitzen, als er nach einem Doppelpass mit Sugawara mit einem präzisen Schuss durch die Beine von Mittelstädt Keeper Nübel keine Chance ließ – 0:1! Ein Tor, das nicht nur Werder Hoffnung gab, sondern auch die Konkurrenz in der Abstiegszone unter Druck setzte, da alle direkten Rivalen am Wochenende Punkte liegen ließen.
Die Freude über den Punktgewinn war jedoch nur von kurzer Dauer. Stuttgarts Joker-Stürmer Demirovic köpfte nach einer Flanke von El Khannouss zum 1:1 ein (61.). Das 15. Joker-Tor der Saison für den VfB verdeutlicht die Gefahr, die von den eingewechselten Spielern in Stuttgart ausgeht.
Ein verpasstes Chancenfest? Stage vergab in der 71. Minute eine Riesenchance, als er frei vor Nübel stand und den Ball nicht über die Linie brachte. Ein Moment, der die Entscheidung hätte bringen können.
Der VfB hatte lange mit dem Nachklang des DFB-Pokal-Finales zu kämpfen. Das Endspiel gegen Freiburg (2:1 n.V.) am Donnerstag schien die Mannschaft noch zu beschäftigen. Die sechs Wechsel von Trainer Sebastian Hoeneß zeigten die Auswirkungen der Belastung, wie beispielsweise der erste Einsatz von Dan-Axel Zagadou seit November. Seine unglückliche Aktion, als er weggerutscht und Milosevic eine gute Chance ermöglichte, unterstreicht diesen Umstand.
Obwohl der VfB durch den Punktgewinn an Hoffenheim vorbeizog und nun auf dem Champions-League-Platz 4 steht, ließen die Schwaben wichtige Punkte liegen. Gerade vor dem direkten Duell nächste Woche ist dies ein bitterer Rückschlag. Torwart Backhaus verhindert Schlimmeres: Der Bremer Schlussmann hielt seine Mannschaft mit mehrfachen Glanzparaden gegen El Khannouss (22.), Mittelstädt (23., 31.) und Bouanani (81.) im Spiel. Seine Leistung war zweifellos entscheidend für den Punktgewinn.
Die Zahlen lügen nicht: Werder Bremen hat nun 34 Punkte auf dem Konto und atmet auf. Der Kampf um den Klassenerhalt ist noch lange nicht entschieden, aber mit Spielern wie Jens Stage im Team ist alles möglich. Die Leistung in Stuttgart zeigt, dass die Mannschaft den Willen und die Entschlossenheit besitzt, den Abstiegskampf zu meistern.
