St. pauli kämpft um relegation: rückkehrer geben hoffnung!

Die Nerven liegen blank in Hamburg: Der FC St. Pauli empfängt am Samstag den VfL Wolfsburg zum entscheidenden Duell im Abstiegskampf. Doch es gibt Grund zur Hoffnung, denn nach einer unangenehmen Magen-Darm-Welle kehren wichtige Spieler zurück und Trainer Alexander Blessin gibt sich kämpferisch.

Die spieler-herausforderung: separieren statt speisen

Die Tage vor dem Spiel waren alles andere als entspannt. Eine Grippe wütete im Team, was Alexander Blessin zu drastischen Maßnahmen zwang. „Es ging vornehmlich darum, die Spieler zu separieren. Wir haben nicht zusammen gegessen, um das Risiko zu minimieren“, erklärte der Coach. Ein cleverer Schachzug, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen und die verbleibenden Kräfte zu schonen.

David Nemeth fällt weiterhin verletzt aus, während die Rückkehr von Eric Smith noch ungewiss ist. Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten: Hauke Wahl, Louis Oppie und Adam Dzwigala sind wieder fit und stehen Blessin zur Verfügung. Zusätzlich kehren Ricky-Jade Jones und Karol Mets nach überstandenen Verletzungen ins Team zurück – ein enormer Qualitätsschub für die Defensive und den Angriff.

Fokus auf das eigene spiel: heidenheim wird ignoriert

Fokus auf das eigene spiel: heidenheim wird ignoriert

Wie sein Pendant in Wolfsburg, Dieter Hecking, weigert sich Blessin, den Blick nach Heidenheim zu richten, wo gleichzeitig das Parallelspiel gegen Mainz stattfindet. „Wir wären falsch beraten, wenn wir die ganze Zeit am Hörer hängen oder die ganze Zeit gucken, was in Heidenheim passiert.“ Der Fokus liegt ausschließlich auf dem eigenen Spiel, auf dem Sieg, der unbedingt her muss. Man will „das Spiel gewinnen – und wir müssen das Spiel gewinnen“, betonte Blessin mit Nachdruck.

Im Millerntor-Stadion werden übrigens keine Zwischenstände aus Heidenheim durchgesagt – eine bewusste Entscheidung, um die Konzentration der Spieler nicht zu beeinträchtigen. Denn allen ist bewusst: „Das ist das wichtigste Spiel der Saison.“ Der Druck ist immens, aber Blessin versucht, eine positive Atmosphäre zu schaffen: „Den Druck können wir nicht wegreden und müssen uns stellen. Ich will aber auch keine Angstsituation hervorrufen. Wir haben die Chance, den Relegationsplatz einzunehmen.“

Die Spieler sind bereit, alles zu geben. „Wenn man alles gegeben hat und jemand anderes auf dem Relegationsplatz steht, dann haben sie es verdient. Aber wir wollen es sein“, so Blessin. Die Entschlossenheit ist spürbar. Die Hoffnung stirbt zuletzt – und in Hamburg lebt sie noch immer. Denn eines ist klar: St. Pauli wird kämpfen bis zum Schluss.