Spieler-alarm: fifpro schaltet alarmstufe rot wegen überlastung!
Die Alarmglocken schrillen im internationalen Fußball: Die FIFPRO, die globale Spielergewerkschaft, hat offiziell Beschwerde gegen die FIFA eingereicht. Der Grund? Eine zunehmende und inakzeptable Überlastung der Profifußballer, die durch die immer dichteren Spielpläne und die Ausweitung von Wettbewerben wie der Champions League und der Weltmeisterschaft verursacht wird.

Die zahlen lügen nicht: bis zu 83 spiele pro saison
Die FIFPRO warnt vor den gravierenden Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Spieler. Es geht nicht länger nur um eine Frage des Komforts, sondern um die langfristige körperliche und mentale Belastung, der die Athleten ausgesetzt sind. Die Vorrechnungen sind erschreckend: Einige Spieler, darunter auch deutsche Nationalspieler, könnten in der Saison 2025/26 auf bis zu 83 Einsätze kommen – eine schwindelerregende Zahl, die kaum nachhaltig ist.
Ein Beispiel: Torwart David Raya von Arsenal, sowie Mittelfeldspieler Martin Zubimendi, werden voraussichtlich diese Marke knacken. Und auch Jonathan Tah von Bayern München wird mit 76 Spielen zu einem der Überlasteten. „Die Gesundheit und das Wohlergehen der Spieler werden riskiert, und damit auch die Qualität des Spiels“, betont FIFPRO-Vorsitzender Maheta Motango.
Die Ausweitung der Champions League, die Einführung der Klub-WM und die Erweiterung der Weltmeisterschaft auf 48 Teams haben den Kalender massiv verdichtet. Ein Detail, das oft übersehen wird: Allein die Einberufung in den Kader ist mit Reisen und Zeitverschiebungen verbunden, die die Belastung noch weiter erhöhen. Phil Foden, einst als Spieler des Jahres gefeiert, ist ein trauriges Beispiel dafür, wie diese extreme Belastung die Leistung beeinträchtigen und zu Verletzungen führen kann. Er wurde nun aus dem WM-Kader Englands gestrichen.
Die FIFPRO und der europäische Ligenverband haben nun gemeinsam eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht, um mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung des Spielkalenders zu erreichen. Die FIFA entgegnet zwar, sich um die Belange aller Beteiligten zu kümmern, doch die FIFPRO wirft der FIFA vor, nur sie selbst anzugehen, wenn es um die Ausweitung von Wettbewerben geht. Die Aussichten für eine baldige Entspannung sind düster, und die Frage ist, wann die Spieler selbst beginnen werden, das Steuer in die Hand zu nehmen und einzelne Spiele auszusuchen, um ihre Gesundheit zu schützen.
Die FIFA scheint die Macht zu haben, aber die Spieler haben einen Wert, den man nicht ignorieren darf. Der Kampf um die Zukunft des Profifußballs hat gerade erst begonnen.
