Spezia: serienmeister der roten karten – europas negativ-rekord?
Chaos im ligurischen Fußball! Der Spezia Calcio hat in der letzten Partie gegen Carrarese nicht nur eine 3:1-Niederlage kassiert, sondern auch gleich drei Spieler – Valoti, Adamo und Bonfanti – des Feldes verweisen sehen. Damit stellt der Verein einen beunruhigenden Negativrekord auf: In der Serie B gab es keine Mannschaft mit mehr Platzverweisen. Und auch in den ersten beiden Spielklassen der fünf stärksten europäischen Ligen ist niemand so rotgesperrt wie Spezia.
Ein teufelskreis aus fehlentscheidungen und emotionen
Die Situation ist alarmierend: Mit insgesamt zehn roten Karten in dieser Saison führt Spezia die unrühmliche Liste der disziplinarisch am stärksten belasteten Teams an. Das ist weit mehr als Avellino mit sieben oder Monza mit sechs Verweisen. Der Derby-Abgang gegen Carrarese offenbarte dabei nicht nur taktische Schwächen, sondern auch ein enormes Problem mit der Kontrolle und den Nerven.
Bereits zu Beginn der Saison fiel die Serie B durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl an roten Karten auf – und Spezia hatte damals schon seinen Teil dazu beigetragen, als Kouda im Hinspiel gegen Carrarese vom Platz geschickt wurde. Der aktuelle Stand von zehn Platzverweisen ist ein deutliches Zeichen für einen Teufelskreis aus Fehlentscheidungen und übertriebenen Emotionen, der den Verein in eine tiefe Krise stürzt. Die Mannschaft kämpft nicht nur gegen den Abstieg, sondern auch gegen ihren eigenen Ruf als „Roten-Karten-Klub”.

Europaweit einzigartig – oder doch nicht?
Während Spezia in der Serie B unangefochten regiert, gibt es in der europäischen Fußballlandschaft durchaus Konkurrenz. In der spanischen Segunda División liegt das Saragossa mit elf roten Karten sogar noch vorn. Ein bemerkenswerter Wert, der vor allem auf Ereignisse im Hinrundenturnier zurückzuführen ist. Das Team scheint nun aber den Faden wiedergefunden zu haben, denn seit über einem Monat gab es keine weiteren Platzverweise. Castellon, ebenfalls mit zehn roten Karten, behauptet sich auf dem vierten Platz und träumt von einem Aufstieg in die Liga.
Auch in anderen Top-Ligen gibt es auffällige Statistiken: In Frankreich führen Lyon und Auxerre mit je sieben roten Karten. In der Bundesliga ist Hamburg mit sieben Platzverweisen führend, während in der englischen Premier League Chelsea mit ebenfalls sieben Karten aufwartet. Die Wahrheit ist: Spezia ist zwar in der Serie B Klassenbester, aber Saragossa aus Spanien ist der wahre europäische Spitzenreiter, wenn es um rote Karten geht.
Die Frage, die sich stellt: Kann Spezia dieses destruktive Muster durchbrechen und seine Spieler wieder in den Griff bekommen? Oder wird der Verein weiterhin als Inbegriff für rohe Gewalt und fehlende Disziplin in Erscheinung treten?
