Spar girona: historischer final four einzug nach dramatischem sieg!

Ein furioser Auftakt, eine bittere Zwischenphase, und am Ende ein triumphaler Jubel: Spar Girona hat sich bei der Final Six der EuroLeague gegen Umana Reyer Venezia mit 70:64 durchgesetzt und damit einen historischen Platz unter den vier besten Teams Europas erkämpft. Ein Abend, der in die Vereinsgeschichte eingehen wird.

Die coulibaly-show und die mentale stärke der katalanen

Die coulibaly-show und die mentale stärke der katalanen

Nach einem schwierigen Start, in dem Venezia zunächst die Nase vorn hatte, zeigte Girona eine beeindruckende Resilienz. Getragen von der herausragenden Leistung von Mariam Coulibaly, die mit 19 Punkten und 15 Rebounds glänzte, und Juste Jocyte, die 18 Zähler beisteuerte, drehten die Spanierinnen das Spiel. Während Ivana Dojkic auf Seiten von Venezia mit 19 Punkten gefährlich war, wussten die Katalaninnen, sich den Druck anzumessen und die Führung bis zum Schlusspfiff zu verteidigen. Die mentale Stärke, die sie in den letzten Monaten entwickelt haben, zahlte nun Früchte.

Trainer Roberto Íñiguez sprach nach dem Spiel von einem hart erkämpften Sieg: “Wir sind hierhergekommen, nachdem wir einige Monate mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Einige Spielerinnen haben angeschlagen gespielt, aber sie haben heute an sich geglaubt. Ich bin stolz auf sie, weil sie diese Erfahrung machen können.” Íñiguez betonte, dass seine Mannschaft sich im Laufe der Saison immer wieder neu gefunden habe und an ihre Grenzen gegangen sei. “Es ist meine zehnte Final Four,” fügte er hinzu, ein Zeichen seiner Erfahrung und seines Erfolgs in diesem Wettbewerb.

Doch Íñiguez ließ auch die Schattenseiten der Saison nicht außer Acht. “Es wird schwierig werden, aber es ist fantastisch, hier bis Sonntag zu sein. Wir haben es uns verdient, denn mit vollständigem Kader waren wir ein großartiges Team. Jetzt müssen wir überleben.” Die kommenden Herausforderungen scheinen ihm bewusst. Die Begegnung gegen Fenerbahçe am Freitag (17:30 Uhr) wird dabei eine echte Standortbestimmung.

Die Freude über den historischen Erfolg stand im Vordergrund, doch Íñiguez mahnte zur Bescheidenheit: “Man muss genießen, was wir erleben, und für Medaillen kämpfen. Es ist sehr schwer, und manchmal scheint es, als ob es einfach war.” Er erinnerte daran, dass die Reise bis hierher ein langer und mühsamer Prozess war. Für Girona wird dieser Moment immer etwas Besonderes bleiben – eine Mischung aus persönlicher und professioneller Bedeutung. Das Gefühl, mit einer nicht optimalen Mannschaft so weit gekommen zu sein, nagt dabei an ihm: “Als Trainer habe ich Frustration, dass wir nicht mit der ursprünglichen Aufstellung hierhergekommen sind. Ich weiß nicht, was wir hätten erreichen können, denn wir haben sehr gut Basketball gespielt.”