Spanischer badminton-blitz: vier siege in huelva, leal schmettert polen weg
Die zweite Europameisterschaft-Runde in Huelva roch nach spanischem Orange: vier Siege, vier K.o.-Schläge gegen die Statistik. Álvaro Leal warf den Polen Szymanowski mit 21-19, 21-14 aus der Halle – 42 Minuten reine Dominanz. Dienstagabend war Rotwein-Zeit in Andalusien.
Leal jagt jetzt huang – und die vorfreude ist ein volley
Der Madrilene hatte den Ballwechsel im Ohr, nicht die Tabelle. Als er den letzten Punkt holte, war die Uhr auf 21:14 stehen geblieben – genau wie die polische Hoffnung. Heute trifft er auf Harry Huang, den britischen Quälgeist. Leal selbst sagt nichts, seine Schläger sprechen lauter.
Im Doppel ging’s rauer zu. Jacobo Fernández und Alberto Perals tauschten mit den Bulgaren Ivan Rusev und Iliyan Stoynov Schläge, bis die Luft knisterte. 22:20 im ersten Satz war ein Vorgeschmack auf das, was kommen soll: 21:11 im dritten – 56 Minuten Herzklopfen. Jetzt warten die dänischen Top-Gesetzten Astrup/Rasmussen. „Wir haben nichts zu verlieren“, flüsterte Perals in die Kamera, während seine Hand noch zitterte.
Rubén García und Carlos Piris machten es kürzer: 21:12, 21:11 gegen die Isländer – ein Doppelpack ohne Schnörkel. Die Belohnung heißt Lundgaard/Vestergaard, die dänischen Viertelfavoriten. García lachte: „Wir kennen ihre Videos besser als unsere Eltern.“

Paula und lucía drehen die polinnen durch – cybulska & marczak sehen die sonne untergehen
18:21 lag das spanische Damen-Doppel schon im Sessel, dann schalteten Paula López und Lucía Rodríguez einen Gang höher. Doppelte 21:19 – die Polinnen blieben mit offenem Mund stehen. Im Stands schrie eine spanische Fan-Klasse „¡Vamos!“ bis zur Heiserkeit. Nächster Stopp: Curtin/Kelly, die Englanderinnen, die die Italienerinnen vorher in drei Sätzen zerlegt hatten.
Die einzige Delle gab’s im Mixed. Rubén García und Lucía Rodríguez lieferten den Dänen Christiansen/Boje einen Kampf, aber 16:21, 17:21 reichten nicht. Die Dänen sind zweite Setzung – und spielen so kalt wie ihre Heizungsrechnung.
Die Sensation lieferte sich parallel ab: Weltmeister Gicquel/Delrue aus Frankreich kippten gegen Hemming/Van Leewen. 20:22 im dritten – der letzte Federball landete auf der Linie, die Franzosen starrten wie versteinert. Eine Stunde und sieben Minuten Dämpfe, danach war klar: In Huelva ist dieses Jahr jeder Favorit nur Gast.
Spanien zieht mit vier Siegen in die Mittwochs-Runde ein – keine Prognose, nur ein Fakt: Wer jetzt noch Tickets sucht, findet sie nur auf dem Schwarzmarkt der Emotionen.
