Spanische handballerinnen peilen spielerische identität an – testspiele gegen griechenland und israel

Die spanische Frauen-Nationalmannschaft im Handball steht vor einer wichtigen Phase. Mit dem vorzeitigen Gruppensieg bei der EM 2026 im Sack steht der Fokus nun auf der Verfeinerung des Spielstils, den das Trainerteam um Joaquín Rocamora etablieren möchte. Zwei Testspiele gegen Griechenland und Israel bieten hierfür die ideale Plattform.

Fokus auf verbesserung – nicht auf neuigkeiten

Trainer Rocamora betonte, dass in den kommenden Partien keine neuen taktischen Konzepte vorgestellt werden sollen. „Wir werden an der Arbeit der letzten Woche festhalten, den Spielerinnen, die bisher keine Einsatzzeit hatten, die Möglichkeit geben, sich einzuarbeiten, und an den Bereichen arbeiten, in denen wir uns gegen Österreich verbessern können“, erklärte er.

Für Rocamora, der im März sein Amt antrat, sind die anstehenden Begegnungen weniger eine Standortbestimmung gegen die nominell schwächeren Gegner, sondern vielmehr ein Spiegelbild der eigenen Entwicklung. „Wir sind unser eigener Maßstab, nie die Gegner. Wir müssen unsere Arbeit kritisch betrachten, sowohl die Erfolge als auch die Fehler“, so der Coach.

Defensive als fundament des erfolgs

Defensive als fundament des erfolgs

Besonders hervorzuheben ist die kontinuierliche Verbesserung der Defensive, die Rocamora als tragende Säule für zukünftige Erfolge sieht. „Wir wollen proaktiv verteidigen, und dabei haben sich die Absicherungen der Außen- und die Orientierung der Innenverteilerinnen von Spiel zu Spiel verbessert“, erklärte er. Der Fortschritt ist unverkennbar, und die Spielerinnen zeigen den nötigen Willen zur Weiterentwicklung.

Neue gesichter im team

Neue gesichter im team

Im Blickpunkt stehen dabei auch die neuen Kräfte im Team: Carmen Arroyo, die nach einer kurzzeitigen Pause zurückkehrt, und Aitana Santomé, die ihr erstes Länderspiel im Trikot der „Guerreras“ bestreiten wird. „Aitana ist eine vielseitige Spielerin, die auf verschiedenen Positionen in der ersten Reihe eingesetzt werden kann. Wir wollen sehen, wie sie sich in unser Defensivsystem integriert – ihre körperliche Stärke ist dabei ein großer Vorteil“, so Rocamora. Auch Arroyo, eine Spielerin mit großem Potenzial und einem ausgeprägten Kopfspiel, wird in den kommenden Spielen eine wichtige Rolle spielen.

Belén rodríguez – die jugend stürmt

Belén rodríguez – die jugend stürmt

Ein besonderes Augenmerk gilt der jungen Belén Rodríguez, einer der größten Hoffnungsträgerinnen des spanischen Handball-Nachwuchses. Die 19-Jährige, bereits Weltmeisterin und Vize-Europameisterin in ihren Jugendkategorien, soll im Test gegen Griechenland erste Erfahrungen im Nationalteam sammeln. „Belén ist eine Spielerin, die im Angriff sowohl im Eins-gegen-Eins als auch in der Zwei-gegen-Zwei Vorteile nutzen kann – eine echte Allrounderin“, lobte Rocamora, der bereits bei der Junioren-Nationalmannschaft mit ihr zusammenarbeitete.

Mit einem weiteren Sieg gegen Griechenland und Israel könnte Spanien die Qualifikationsphase für die EM 2026 perfekt abschließen. Es bleibt abzuwarten, ob die „Guerreras“ diese Chance nutzen und ihren Weg als eine der führenden handballerischen Damen-Mannschaften Europas konsolidieren können. Die Zeichen dafür stehen gut – die Entwicklung ist vielversprechend, und der Hunger nach Erfolg ist deutlich spürbar.