Spanier schockieren march madness: mara und folgueiras jagen den traum von indianapolis
Zwei Spanier, zwei Teams, ein Ziel: Indianapolis. Aday Mara und Álvaro Folgueiras haben den March Madness 2026 bereits jetzt in ein spanisches Fest verwandelt – und stehen im Sweet 16. Die NBA-Scouts sitzen in den ersten Reihen, die Plus-Minus-Werte sprechen eine klare Sprache: +21,9 für Mara, +20,8 für Folgueiras. Kein Amerikaner liegt vor ihnen.
Michigan und iowa – spanische inseln im basketball-kosmos
Mara, 2,21 m, 20 Jahre, aus dem Basket-Zaragoza-Kessel, lässt Alabama am Freitagabend verzweifeln. Sein Pick-and-Roll ist seit Wochen nicht mehr zu stoppen, die Kombination aus Passauge und Timing erinnert manche Scouts an einen jungen Marc Gasol. Gegen Florida warf er 12 Punkte, holte 8 Rebounds und blockte 4 Schüsse – in 24 Minuten. Die NBA hat seinen Namen bereits auf den Draft-Boards rot markiert.
Folgueiras, 2,08 m, „El Pulpo Fol“, kommt von der Malaga-Bande und ist in Iowa zur Legende gereift. Sein Dreier gegen Florida, Sekunden vor dem Ende, trägt seitdem den Spitznamen „The Shot“. Er köpfte das Spiel, umarmte seine Mutter auf dem Parkett und löste in Spanien eine Twitter-Welle aus, die selbst der laufende Clásico kurz unterbrach. 8,5 Punkte, 3,8 Rebounds, 2,3 Assists – Statistiken, die seine Energie nicht einmal erahnen lassen.

Ein sieg trennt sie vom elite eight – und zwei von indianapolis
Michigan gegen Alabama, Iowa gegen Nebraska: das sind keine K.o.-Spiele mehr, das sind Duell auf Augenhöhe. Gewinnen beide Teams, würden Mara und Folgueiras erstmals in der Geschichte zweier Spanier gleichzeitig die Elite Eight erreichen. Die Final Four-Tickets am 4. und 6. April in Indianapolis winken. Ein spanisches Halbfinale? Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Die Buchmacher haben ihre Quoten bereits angepaszt.
Was niemand auf den Zetteln stehen hat: Der spanische Basketballverband wartet gierig auf die Rückkehr seiner Superstars. Die Nationalmannschaft steht vor der Qualifikation zur EuroBasket 2027. Trainer Sergio Scariolo hat beiden Spielern bereits gratuliert – und eine Einladung zum Sommercamp ausgesprochen. Die Rechnung ist simpel: Je länger sie in den USA überleben, desto größer der Hype daheim.
Die Uhr tickt. In 48 Stunden entscheidet sich, ob Spanien erstmals zwei eigene Söhne im Elite Eight hat. Die Bars in Zaragoza und Málaga rüsten sich für nächtliche Public-Viewings, die NBA-Generalmanager für Reisen nach Indianapolis. Mara und Folgueiras wissen: Ein Sprung in die Geschichte ist nur einen Sieg entfernt. Der March Madness hat zwei neue Helden – und sie sprechen Spanisch.
