Spanien vor dem wm-finale: de la fuente verteidigt seine auswahl
Die Aufbruchstimmung ist greifbar. In jeder Ecke Spaniens, von den Küsten Andalusiens bis zu den Pyrenäen, fiebern Menschen dem bevorstehenden WM-Turnier entgegen. Die Nationalmannschaft, getragen von einer Welle der Begeisterung, soll nun den zweiten WM-Titel für das Land erobern. Luis de la Fuente, der Bundestrainer, präsentierte gestern seine 26-köpfige Auswahl und verteidigte seine Entscheidungen mit Nachdruck.
Die torwart-frage: eine reife entscheidung
Die Auswahl der Torhüter war offenbar ein langwieriger Prozess. „Es war eine sehr ausgereifte, analysierte Entscheidung“, erklärte De la Fuente. „Wir haben monatelang darüber nachgedacht. Wir haben die besten Torhüter der Welt, und jeder derjenigen, die es nicht geschafft hat, wäre eine absolute Garantie und hätte von Anfang an spielen können.“ Drei Torhüter von Weltklasseformat stehen nun zur Verfügung, was die Konkurrenz im Training zusätzlich anheizt.
Die Abwesenheit einiger bekannter Namen, wie Huijsen und Le Normand, wurde von den Journalisten angesprochen. De la Fuente konterte: „Es geht um die Leistungen. Eric García und Pubill haben in ihren Vereinen eine hervorragende Saison gespielt. Es war der richtige Zeitpunkt für diese Entscheidung.“ Er betonte, dass er bereits bei der U19 und U21 von den Fähigkeiten dieser Spieler überzeugt war.
Die Fitness der Spieler ist ein zentrales Thema. „Wir sind sehr entspannt. Wenn es keine unvorhergesehenen Ereignisse gibt, können wir ab dem ersten Spiel auf alle Spieler zurückgreifen. Wir stehen in engem Kontakt mit den medizinischen Abteilungen der Vereine.“ De la Fuente versicherte, dass er die Spieler zum optimalen Zeitpunkt im Turnier einsetzen wird.

Keine spieler vom real madrid – eine frage der auswahl
Die Tatsache, dass kein einziger Spieler vom Real Madrid in der Auswahl steht, sorgte für Aufsehen. De la Fuente wies diese Kritik zurück: „Ich bin Nationaltrainer und schaue nicht auf die Vereinszugehörigkeit. Es geht um die Spieler der Nationalmannschaft. Ich habe keine lokalen Vorlieben wie ein Fan.“
Marc Pubill und Baena wurden besonders hervorgehoben. Pubill bringe eine hohe Flexibilität mit, da er sowohl als Innenverteidiger als auch als Außenverteidiger eingesetzt werden kann. Baena, so De la Fuente, besitze einen „speziellen Charakter“, der ihn zu einem Glücksfall für die Nationalmannschaft mache. Er habe stets eine außergewöhnliche Leistung erbracht, wenn er im Trikot der Nationalmannschaft gespielt habe.
Die Stimmung im Team ist ausgezeichnet. Die Spieler, die nicht dabei sind, wurden von De la Fuente persönlich kontaktiert. „Das ist der schwierigste Teil meiner Arbeit“, gestand er. „Aber es wird weitere Möglichkeiten geben.“
Am 30. des Monats treffen sich alle Spieler zum Trainingslager. „Wir werden gemeinsam das Champions-League-Finale verfolgen, sofern die Spieler nicht selbst dabei sind. Ich wünsche ihnen alles Gute.“
De la Fuente zeigte sich überzeugt, dass Spanien eine echte Chance auf den WM-Titel hat. „Wir fühlen uns als Favorit, ja, wir sind in der Lage, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Aber das garantiert nichts. Es gibt andere Mannschaften, die genauso gute Chancen haben.“
Die Aufbruchstimmung in Spanien ist unverkennbar. Die Nationalmannschaft wird von einer ganzen Nation getragen, und Luis de la Fuente hat mit seiner Auswahl die Weichen für ein erfolgreiches Turnier gestellt. Die Welt hält den Atem an.
