Spanien unter druck: fehlstart bei der wm fordert antworten!
Madrid bangt! Der amtierende Europameister Spanien steht vor einer herkulischen Aufgabe im zweiten Gruppenspiel der WM gegen Saudi-Arabien. Nach dem erschreckenden 0:0 gegen Kap Verde muss nun ein Sieg her, um die Hoffnungen auf den Einzug in die K.o.-Runde am Leben zu erhalten.
Die offensive versagt: yamals einwechslung zu spät?
Die Partie gegen Kap Verde offenbarte deutliche Schwächen im spanischen Offensivspiel. 74 Prozent Ballbesitz und 27 Torschüsse klingen beeindruckend, doch am Ende stand ein frustrierendes 0:0 auf der Anzeigetafel. Die Kreativität fehlte, die Durchschlagskraft war nicht vorhanden. Die Verzweiflung war greifbar, selbst als der junge Lamine Yamal (18) in der zweiten Halbzeit ins Spiel gebracht wurde. Ein Wechsel, der die Situation jedoch nicht mehr wenden konnte.
Die Leistung des vom Weltmeistertitel beflügelten Teams war eine Enttäuschung. Besonders der vermeintlich unantastbare „Maschinenraum“ um Rodri (29) blieb überraschend blass. 129 Ballkontakte für den Mittelfeldchef von Manchester City – doch entscheidende Impulse sprangen nicht heraus. Es war eine Demonstration von Ballbesitz ohne Ergebnis, ein Problem, das gegen Saudi-Arabien dringend behoben werden muss.

Saudi-arabien mit rückenwind: al-owais hält sein team aufrecht
Während Spanien mit dem Kopf hängen muss, reist Saudi-Arabien mit neu gewonnenem Selbstvertrauen an. Das 1:1 gegen Uruguay war mehr als nur ein Punkt – es war ein verdienter Lohn für eine starke Defensivleistung und die herausragenden Leistungen von Torwart Mohammed Al-Owais (34). Der Keeper parierte zahlreiche Chancen der Südamerikaner und hielt sein Team mit mehreren Glanzparaden im Spiel. Uruguay drückte zwar über weite Teile der Partie und generierte 14 Ecken und 27 Torschüsse, doch Al-Owais bewies seine Klasse.
Die Ausgangslage ist klar: Spanien muss gewinnen, um den Druck abzubauen und die Gruppe zu kontrollieren. Ein weiterer Patzer würde die Situation erheblich verschlechtern und die ersten Risse in der vermeintlich unschlagbaren spanischen Elf sichtbar machen. Das Team von Luis de la Fuente steht vor einer echten Standortbestimmung. Die Fans erwarten eine Reaktion, eine Demonstration von Kampfgeist und taktischer Flexibilität. Es gilt, die Schwächen in der Offensive zu beseitigen und die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen - ohne dabei die Disziplin im Defensivbereich zu vernachlässigen. Das wird keine leichte Aufgabe gegen ein selbstbewusstes Saudi-Arabien.
Ein Faktum, das die spanischen Verantwortlichen wachrütteln sollte: Die Übertragung des Spiels ist exklusiv beim kostenpflichtigen Streamingdienst MagentaTV zu sehen. Wer kein Abonnent ist, verpasst die Partie – ein weiteres Zeichen, dass der Fußball sich verändert und die Fans manchmal leer ausgehen.
