Spanien sichert sich titel – dramatisches penaltyspiel gegen griechenland!

Alejandrópolis – Ein Herzschlagfinale in der griechischen Hafenstadt! Die spanische Nationalmannschaft hat sich zwar den ersten Platz in der Division 1 der Weltmeisterschaft gesichert und damit den Titel verteidigt, doch der Weg dorthin war alles andere als ein souveräner Spaziergang. Nach einem müden 11:11 im regulären Spiel entschied die Nervensache Penaltyserie, die Spanien knapp mit 2:4 verlor. Ein bitterer Abgang, der aber letztlich den vorzeitigen Triumph ermöglichte.

Die last der erwartungen

David Martín und sein Team traten mit dem Rückenwind zweier überzeugender Siege an – ein 13:9 gegen Ungarn und ein deutliches 16:12 gegen Italien. Diese Ergebnisse hatten ihnen die Vorrunde in die Karten gespielt und die Qualifikation für die Superfinalrunde in Sydney im Sommer bereits unter Dach und Fach gebracht. Doch gegen Griechenland, das als amtierender Bronzemedaillengewinner aus Europa antrat, offenbarte Spanien Schwächen.

Ein vielversprechender Start mit einem 3:1 im ersten Viertel ließ Hoffnungen auf einen routinierten Sieg aufkommen. Doch die Griechen um den glänzend aufgelegten Torwart Panagiotis Tzortzatos, der neun Paraden verbuchte, zeigten sich unnachgiebig. Die spanische Offensive, angeführt von Unai Biel (vier Treffer) und Bernat Sanahuja (drei Treffer), hatte Mühe, die griechische Abwehr zu knacken. Besonders der fehlende Álvaro Granados machte sich bemerkbar.

Ein dramatischer Wendepunkt

Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt, als Pol Daura zwei Minuten vor Schluss auf 11:10 traf und Spanien erstmals seit dem ersten Viertel in Führung brachte. Doch Griechenland konterte mit dem Ausgleichstreffer von Konstantinos Kakaris. Die Verlängerung blieb aus, stattdessen folgte die Lotterie des Elfmeterschießens. Hier scheiterten Alberto Munárriz und Unai Biel, während die griechischen Schützen eiskalt blieben. Das Ergebnis: 2:4 für Griechenland.

Die Niederlage schmeckt bitter, doch sie trübt nicht den Gesamteindruck. Spanien hat seine Klasse bewiesen und sich souverän für die Superfinalrunde qualifiziert. Die griechische Mannschaft darf sich ebenfalls freuen, auch wenn der Sieg im Penaltyspiel eher als Glücksfall zu werten ist. Die Weltmeisterschaft in Alejandrópolis hat gezeigt: Wasserball ist mehr als nur ein Spiel – es ist ein Kampf der Nerven, ein Fest der Emotionen und ein Spektakel für die Zuschauer.

Die fakten zum spiel

Die fakten zum spiel

Spanien: Aguirre; Munárriz (-), Asensio (1), Sanahuja (3), Valls (2, 1p), Bonet (-), Daura (1), Cabanas (1), Gomila (-), Valera (1, 1p), Biel (4), Bustos (-), Rodríguez (-) und Lorrio (p.s).

Griechenland: Tzortzatos; Pouros (4, 1p), Skoumpakis (1), Chatzis (-), Argyropoulos (4), Papanastasiou (1, 1p), Kastrinakis (-), Kalogeropoulos (2, 1p), Alafragkis (-), Kakaris (2, 1p), Nikolaidis (-), Spachits (-), Gardikas (1) und Zerdevas (p.s).

Parciales: 3-1, 2-4, 2-3 und 4-3 (2-4).

Schiedsrichter: Chisato Kurosaki (JAP), Jakov Blaskovic (CRO) und Filip Vukicevic (CRO).

Anmerkung: Semir Spachits wurde in der 31. Minute für Griechenland des Feldes verwiesen.