Spanien ohne stars: de la fuente stellt überraschende auswahl vor
Ein Schock für die spanische Fußballfans! Nationaltrainer Luis de la Fuente hat seinen Kader für die anstehenden Länderspiele in den USA, Mexiko und Kanada bekannt gegeben – und viele Stammspieler fehlen. Eine Auswahl, die Fragen aufwirft und die Diskussionen in den sozialen Medien heizt. Wer sind die Überraschungen und die gänzlichen Ausfälle?

Die abwesenden: ein schmerzlicher ausschnitt
Die Liste der Nicht-Berufenen liest sich wie ein Who's Who des spanischen Kaders. Allen voran Dani Carvajal, dessen Formkurve seit seiner Verletzung nicht mehr stimmt. Die Konkurrenz durch Llorente und Porro war schlichtweg zu groß. Auch Fermín, der bei einer Fitnessprüfung nicht grünes Licht erhalten hätte, fällt aus – eine bittere Pille für den jungen Mittelfeldspieler. Die Entscheidung von De la Fuente, ihn bei voller Gesundheit nominiert zu haben, wäre verständlich gewesen.
Im Tor muss Remeiro einen Platz an Joan García abgeben, obwohl er bei der letzten EM im Einsatz war und bereits in früheren Aktionen des Trainers berücksichtigt wurde. Ein hartes Los für den Schlussmann der Real Sociedad. Auch Robert Sánchez, der in den letzten Jahren regelmäßig zur Auswahl gehörte, muss sich mit einer Nicht-Berücksichtigung zufrieden geben. Die Torwartfrage scheint noch lange nicht endgültig geklärt.
In der Verteidigung fallen neben Carvajal auch Huijsen und Le Normand auf, deren Leistungen in der vergangenen Saison nicht überzeugen konnten. Die überraschende Nominierung von Eric García und Pubill wirft Fragen auf – De la Fuente scheint hier auf unerwartete Talente zu setzen. Auch am linken Flügel scheinen weder Carreras noch Balde Grimaldo und Cucurella den Rang abgelaufen zu sein.
Das Mittelfeld leidet ebenfalls unter Ausfällen. Barrios, der sich von einer Muskelverletzung erholt, hatte nicht die nötige Spielpraxis, um De la Fuente zu überzeugen. Fornals, einer der besten Mittelfeldspieler der Liga, musste der Konkurrenz Tribut zollen. Isco hingegen kam nach einer leeren Saison kaum zu Einsatzzeit und konnte seine Form nicht stabilisieren.
Im Angriff ist Asensio zwar mit beeindruckenden Zahlen aus der türkischen Liga aufwartet, doch auch er muss sich mit einer Nicht-Nominierung begnügen. Moleiro, der bei Villarreal aufsticht, und Gonzalo, der acht Tore und drei Vorlagen beisteuerte, werden ebenfalls keine Reise antreten. Die Alternativen Carlos Espí und Toni Martínez blieben ebenfalls unberücksichtigt.
Die Entscheidung von De la Fuente ist umstritten, doch der Trainer scheint einen klaren Plan zu verfolgen. Es bleibt abzuwarten, ob sich seine Auswahl in den anstehenden Spielen bewahrheiten wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass er mit diesem Kader den Erwartungen gerecht wird, ist jedoch gering.
Die Ausfälle sind schmerzhaft, aber sie eröffnen auch jüngeren Spielern die Chance, sich zu beweisen. Ob die neuen Gesichter die Lücke füllen können, wird sich zeigen. Fest steht: Spanien reist mit einem ungewöhnlichen Kader an und muss sich gegen starke Gegner behaupten.
