Spanien nominiert neue kräfte für wm-qualifikation
Madrid – Überraschungen und Abschiede prägen die neue spanische Nationalmannschaft für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen England und die Ukraine. Trainer Sonia Bermúdez hat eine Liste von 25 Spielerinnen zusammengestellt, die sowohl erfahrene Kräfte als auch vielversprechende Talente vereint. Ein Blick auf die Kaderliste offenbart einige interessante Entscheidungen, die für Aufsehen sorgen.

Rückkehren und debüts: ein generationenwechsel zeichnet sich ab
Die Rückkehr von Leistungsträgerinnen wie Cata Coll im Tor, Mapi León, Irene Paredes und Esther González ist ein klares Zeichen für Kontinuität. Gleichzeitig gewährt die Nominierung von Clara Pinedo ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft einen Einblick in die Zukunft. Ihre Vielseitigkeit, sowohl auf den Außenbahnen als auch in der Mitte, macht sie zu einer wertvollen Ergänzung für das Team. Auch die Einbindung von Jana Fernández, die in London City spielt, signalisiert den Willen, neue Spielerinnen zu integrieren und die Konkurrenz im Team zu erhöhen.
Doch die Freude über die neuen Gesichter wird von Abschieden überschattet. Enith Salón, die noch bei der Weltmeisterschaft eine wichtige Rolle spielte, muss sich nun mit der Bank zufrieden geben. Die Entscheidung von Sonia Bermúdez, sich auf Misa Rodríguez und Adriana Nanclares als Torwart-Alternativen zu verlassen, wirft Fragen auf. Ähnlich verhält es sich mit Martina Fernández und Sandra Villafañe, die in der letzten Partie noch Einsatzzeit erhielten, nun aber dem Kader fehlen. Die Konkurrenz auf den Außenpositionen ist offenbar größer geworden, insbesondere mit der Rückkehr von Eva Navarro, die als flexible Option für die Position des Verteidigers fungieren kann.
Die Abwesenheit von Jenni Hermoso, einer der prägenden Figuren der spanischen Nationalmannschaft, bleibt ein Thema für sich. Ihre Nicht-Berücksichtigung in den letzten beiden Länderspielen wirft Fragen nach ihrer Rolle in der Zukunft auf und dürfte im Fokus der Diskussionen stehen, wenn Sonia Bermúdez am kommenden Dienstag vor den Medien Stellung nehmen wird.
Besonders hervorzuheben ist die Nominierung von Lucía Corrales als Flügelstürmerin, eine unerwartete Wahl, die zeigt, dass die Trainerin bereit ist, neue Wege zu gehen. Die Konkurrenz im Sturm ist groß, mit Athenea del Castillo, Salma Paralluelo und der wiedergenesene Esther González, die um ihre Position kämpfen werden. Esther González, die nach ihrer Babypause zurückkehrt, wird zweifellos eine wichtige Rolle spielen und ihre Erfahrung und Torgefahr in den Reihen Spaniens einbringen.
Das Duell gegen England am kommenden Dienstag um 20:00 Uhr in Wembley verspricht ein spannungsgeladenes Kräftemessen zu werden, da beide Mannschaften derzeit die Tabellenführung in der Gruppe 3 teilen. Vier Tage später folgt das Spiel gegen die Ukraine in Córdoba, das eine wichtige Chance bietet, den Platz in der Weltmeisterschaft endgültig zu sichern. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die neue Generation von Spielerinnen die Erwartungen erfüllen kann und Spanien den Weg zu einem weiteren internationalen Erfolg ebnet.
n