Spanien marschiert selbstbewusst in die wm – rekordserie untermauert ansprüche
Puebla – Spanien hat eine beeindruckende Siegesserie mit dem 3:0-Erfolg gegen Peru im Rücken und präsentiert sich als ernstzunehmender Anwärter auf den WM-Titel 2026. Der Sieg gegen die Anden-Mannschaft unterstreicht nicht nur die aktuelle Form, sondern knüpft auch an eine bemerkenswerte historische Tradition an.
Einziger wermutstropfen: die erinnerung an lopetegui
Spanien fährt traditionell stark in jedes WM-Turnier. Das Team von Luis de la Fuente setzt diese Tradition fort und verzeichnet nun 30 ungeschlagene Partien – eine Leistung, die in der jüngeren Fußballgeschichte seinesgleichen sucht. Zehn mehr als Lopetegui vor der WM 2018 in Russland. Die damalige Euphorie wurde jäh beendet, als der Trainer kurz vor dem Turniervorrundenerstspiel überraschend entlassen wurde. Ein bitterer Moment, der noch immer nachwirkt.
Doch De la Fuente hat es geschafft, eine neue Stabilität in die Mannschaft zu bringen. Die beiden Testspiele gegen Irak und Peru dienten vor allem dazu, die letzten Feinheiten vor dem Eröffnungsspiel gegen Kap Verde zu verfeinern. Die Atmosphäre im spanischen Lager ist optimistisch, auch wenn der Trainer mahnt: „Favoritenetiketten sind schön, aber sie garantieren nichts.“

Die konkurrenz – und das lob von mano menezes
Nicht nur in Spanien herrscht Zuversicht. Selbst der brasilianische Nationaltrainer Mano Menezes, der auch schon die peruanische Auswahl betreute, sieht Spanien als Favoriten. „Heute sehe ich Spanien als die bessere Mannschaft als Brasilien“, erklärte Menezes. „Sie haben eine Einheit, eine klare Spielphilosophie und eine starke Bank. Brasilien befindet sich noch im Aufbau.“ Ein starkes Kompliment, das die Ambitionen der spanischen Nationalmannschaft unterstreicht.
Die Erinnerungen an die WM 2010 in Südafrika, als Spanien mit einer ebenfalls beeindruckenden Serie ins Turnier startete und schließlich den Titel gewann, sind noch lebendig. Damals war die Mannschaft von Vicente del Bosque mit 12 ungeschlagenen Spielen in die Südafrika gereist. Die heutige Mannschaft scheint jedoch noch solider aufgestellt zu sein. Die Bilanz von 30 Partien ohne Niederlage ist ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement des gesamten Teams. Es bleibt abzuwarten, ob Spanien in Atlanta die WM-Geschichte schreiben kann.
Die Bilanz vor den Weltmeisterschaften:- 1934: 4 Spiele
- 1950: 4 Spiele
- 1962: 7 Spiele
- 1966: 1 Spiel
- 1978: 7 Spiele
- 1982: 7 Spiele
- 1986: 8 Spiele
- 1990: 1 Spiel
- 1994: 2 Spiele
- 1998: 2 Spiele
- 2002: 1 Spiel
- 2006: 22 Spiele
- 2010: 12 Spiele
- 2014: 10 Spiele
- 2018: 20 Spiele
- 2022: 2 Spiele
- 2026: 30 Spiele
