Spanien kämpft um wm-hoffnungen: dramatische spiele in bordeaux!

Die spanische Nationalmannschaft hat sich in Bordeaux einem wahren Nervenkrimi im Rahmen des Weltmeisterschaftsturniers im Siebener-Rugby stellen müssen. Zwar konnten die „Leonas“ in zwei Spielen nicht die Oberhand gewinnen, doch mit zwei hart erkämpften Bonus-Punkten wächst die Hoffnung auf den Einzug ins Viertelfinale und den Aufstieg in die höchste Spielklasse.

Gegen kanada: ein kampf bis zur letzten sekunde

Das Spiel gegen Kanada, eine der Top-Mannschaften der Welt, war von Anfang an ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einer frühen Führung der Kanadierinnen durch Charity Williams zeigte Spanien Moral und antwortete mit einem sehenswerten Versuch von Denisse Gortázarnach einem abgefangenen Ball. Ein fragwürdiges Foul von Carmen Izyk unterbrach jedoch den Schwung, und obwohl Spanien durch die Überzahlprofitierung erneut ausglich, brachte Taylor Perry Kanada zurück in Führung. Abril Camacho ließ die Chance auf die Verlängerung verstreichen, als ihre Umwandlung knapp am Pfosten vorbeiging – ein bitterer Moment für die Spanierinnen.

Usa: defensive glanzleistung, aber kein happy end

Usa: defensive glanzleistung, aber kein happy end

Auch gegen die USA, die Zweitplatzierten der Gruppe, präsentierte sich Spanien von einer starken Seite. Die defensive Leistung war beeindruckend, und es dauerte nicht lange, bis Martina Serrano den ersten Punkt für Spanien markierte. Trotz einer Gelben Karte gegen Carmen Miranda kämpfte Spanien verbissen, aber die USA konterten mit zwei weiteren Toren durch Kaylen Thomas und Erica Coulibaly, wodurch das Spiel mit 15:19 endete.

Das letzte Gruppenspiel gegen Großbritannien bietet nun die Chance zur Revanche für die deutliche Niederlage im Turnier von Valladolid. Allerdings ist der Weg ins Viertelfinale dennoch beschwerlich. Mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung auf Brasilien, das gegen Australien und Japan deutliche Niederlagen einstecken musste, hat Spanien zwar eine gute Ausgangsposition, doch die Konkurrenz schläft nicht. Das Spiel gegen Fidschi wird die letzte Standortbestimmung sein.

Männer: erster dämpfer gegen die usa, dann deutlicher sieg

Männer: erster dämpfer gegen die usa, dann deutlicher sieg

Die Männer um Teamkapitän Paco Hernández mussten sich im ersten Spiel den USA mit 19:24 geschlagen geben. Die Amerikaner, die bereits in Valladolid für Probleme sorgten, waren diesmal erneut präsent. Nach einer vielversprechenden ersten Halbzeit, in der Spanien durch Treffer von Juan Ramos und Manu Moreno in Führung ging, sorgten Orrin Bizer und erneut Lacamp für die Wende. Ein unglücklicher Plackering von Nico Nieto kurz vor Schluss und ein schneller Konterzug der USA besiegelten die Niederlage. Gabriel Rocaries konnte den Spielstand mit einem späten Versuch noch auf 19:24 reduzieren und den wichtigen Bonuspunkt für die Defensive sichern.

Im Anschluss daran gelang es Spanien, Uruguay mit einem klaren 35:5 zu bezwingen. Treffer von Antón Legorburu, Nieto (2), Cosculluela, Bozal und Tiago Romero demonstrierten die Überlegenheit der spanischen Mannschaft. Ein kurzzeitiger Moment der Unkonzentriertheit erlaubte es Uruguay, einen weiteren Punkt zu erzielen, doch der Ausgang des Spiels stand bereits fest. Das kommende Spiel gegen Australien, das man bereits in diesem Jahr gewonnen hat, bietet nun die Chance, den Einzug ins Viertelfinale zu sichern. Die Mannschaft von Paco Hernández muss sich jedoch weiterhin steigern, um in der anspruchsvollen Gruppe bestehen zu können.