Spanien im wm-fieber: oyarzabal glänzt vor schwierigem start
Atlanta fiebert, und Spanien steht vor seiner ersten Hürde bei der Weltmeisterschaft 2026. Die Aufgabe: Den Titelverteidungsanspruch aus Europa zu untermauern – eine Mammutaufgabe, die durch ungewöhnliche Anstoßzeiten in den amerikanischen Stadien zusätzlich erschwert wird. Doch bevor die Fankurven in Raserei ausbrechen, muss der Trainerstab um Luis de la Fuente noch einige taktische Feinjustierungen vornehmen.

Oyarzabals torfeuer als hoffnungsschimmer
Ein Lichtblick in dieser Vorbereitungsphase ist zweifellos Mikel Oyarzabal. Der Angreifer befindet sich in herausragender Form und traf in seinen jüngsten Einsätzen für die Nationalmannschaft jeweils ins Netz. Seine Torinstinkt könnte genau der Zündfunke sein, den die Roja gegen Cabo Verde benötigt. Die Erwartungen sind hoch, nicht zuletzt, weil die spanische Offensive aktuell vor einigen personellen Engpässen steht.
Die Absagen von Lamine Yamal und Nico Williams kurz vor dem ersten Spiel werfen einen Schatten auf die Aufstellung. Beide Flügelspieler kämpfen noch mit ihren jeweiligen Verletzungen und stehen Luis de la Fuente vor einer Zerreißprobe. Ein solches Dilemma ist selten und fordert von ihm ein hohes Maß an Flexibilität und taktischer Finesse. Dennoch scheint das Grundgerüst der Mannschaft bereits feststehen: Unai Simón im Tor, Laporte und Rodri in der Abwehr, sowie Pedri im Mittelfeld – bewährte Kräfte, auf die man sich verlassen kann.
Die Gruppe H verspricht Spannung pur. Neben Cabo Verde warten mit Saudi-Arabien und Uruguay zwei weitere klangvolle Namen auf die spanische Auswahl. Die bisherige Bilanz gegen Uruguay ist bemerkenswert: Oft torreiche Partien, die beide Mannschaften für sich entscheiden konnten. Aber die Zeit der Sentimentalitäten ist vorbei. Es gilt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: drei Siege in drei Spielen. Die Anstoßzeiten sind eine zusätzliche Herausforderung, denn die Spieler müssen sich an die ungewohnten Spielzeiten in Atlanta und Guadalajara anpassen. Eine optimale Ernährung und ein ausgeklügelter Trainingsplan sind da unerlässlich.
Die Spieltermine im Überblick:
- 15. Juni, 18:00 Uhr: Spanien vs. Cabo Verde (Mercedes-Benz Stadium, Atlanta)
- 21. Juni, 18:00 Uhr: Spanien vs. Saudi-Arabien (Mercedes-Benz Stadium, Atlanta)
- 26. Juni, 02:00 Uhr: Uruguay vs. Spanien (Estadio Akron, Guadalajara)
Die Konkurrenz ist groß, das Feld ist bestellt. Spanien muss sich beweisen, wenn es seine Ambitionen im WM-Kampf erfüllen will. Die Reise nach Amerika ist ein Test für den gesamten Kader, aber auch für den deutschen Fußball. Ein Test, der nur mit Leidenschaft, taktischer Intelligenz und einer gehörigen Portion Kampfgeist bestanden werden kann.
