Spanien fordert Austragungsrecht für WM-Finale 2030 nach Vorwürfen gegen Infantino

Madrid – Nach Berichten über ein vermeintliches Angebot von FIFA-Präsident Gianni Infantino an Marokko, das WM-Finale 2030 im Gegenzug für Unterstützung zu gewähren, meldet sich nun die spanische Regierung zu Wort und betont ihr Anrecht auf die Ausrichtung des Finales.

FIFA dementiert Gerüchte um Infantinos Verhalten

Die FIFA hatte am Mittwochabend bereits einen Bericht der Times, der Infantino diese Vereinbarung zugeschrieben hatte, entschieden dementiert. Dennoch hat die spanische Sportministerin Milagros Tolón in der Radiosendung „Hora 25“ des Senders Cadena Ser erklärt, dass Spanien das Finale verdient und sich stets dafür eingesetzt habe, dass es in Spanien stattfindet.

Spanien argumentiert mit Weltmeistertiteln und Kandidatur

Spanien argumentiert mit Weltmeistertiteln und Kandidatur

Neben Marokko und Portugal wird auch Spanien das Fußball-WM 2030 austragen. Drei Auftaktspiele sind zudem in Südamerika (Argentinien, Paraguay, Uruguay) geplant. Tolón betonte, dass Spanien sowohl Weltmeister bei den Männern als auch bei den Frauen sei. Des Weiteren habe Spanien gemeinsam mit Portugal die Kandidatur vorangetrieben, bevor sich Marokko anschloss, und das Land verfüge über zahlreiche Vorteile und Stärken.

Zusammenarbeit mit der FIFA und nächste Treffen geplant

Zusammenarbeit mit der FIFA und nächste Treffen geplant

Die spanische Ministerin äußerte, dass der Bericht über Infantinos angebliche unmoralische Angebote sie „sehr überrascht“ habe, betonte aber, dass die FIFA die Meldung klar dementiert habe. Man arbeite weiterhin mit der FIFA zusammen und habe im September das nächste Treffen geplant. Sie bekräftigte den Wunsch, dass das WM-Finale in Spanien stattfindet und so sein muss. Der genaue Austragungsort, Madrid oder Barcelona, steht noch nicht fest.