Spanien besteht auf Austragung des WM-Finales 2030 im eigenen Land

Madrid – Spanien beharrt darauf, das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 im eigenen Land auszurichten. Sportministerin Milagros Tolón reagierte auf einen Bericht der „Times“, der behauptete, Fifa-Präsident Gianni Infantino habe Marokko das Finale angeboten, um dessen Unterstützung für seine Wiederwahl zu sichern.

Fifa dementiert Berichte

Tolón erklärte in einem Interview mit dem spanischen Radiosender „Cadena Ser“, dass der Bericht die spanische Regierung überrascht habe, die Fifa die Behauptung jedoch bereits dementiert habe. Spanien arbeite weiterhin mit der Fifa zusammen und habe ein Treffen für September geplant.

Sportliche Argumente und Erfahrung

Sportliche Argumente und Erfahrung

Spanien argumentiert mit seiner sportlichen Gewichtung als amtierender Weltmeister bei Männern und Frauen. Zudem habe man die Bewerbung für die WM-Austragung gemeinsam mit Portugal angeführt, bevor sich Marokko anschloss. Tolón äußerte ihr Vertrauen, dass das Finale in Spanien stattfinden werde.

Vorteile für Spanien

Vorteile für Spanien

Die Sportministerin betonte zwar, dass die Entscheidung bei der Fifa liege, hob aber die Vorteile einer Austragung in Spanien hervor: „Große Erfahrung mit Sportveranstaltungen, ein modernes Kommunikationsnetz und ein hohes Maß an Sicherheit.“ Sie zeigte sich überzeugt, dass die Fifa diese Vorteile berücksichtigen werde.

Fokus auf das Land

Fokus auf das Land

Ob das Endspiel im Camp Nou in Barcelona oder im Bernabéu in Madrid stattfinden würde, verriet Tolón nicht. Zunächst gehe es um die Austragung im Land. Die Regierung wünsche sich das Finale in Spanien, da man es verdiene und sich stets dafür eingesetzt habe.

Fifa weist Vorwürfe zurück

Fifa weist Vorwürfe zurück

Die Fifa dementierte gegenüber der „dpa“ die Behauptung, Infantino habe Marokko die Austragung des WM-Finals versprochen, und bezeichnete diese als „falsch und irreführend“.