Skyliners-schock: sportchef gleim verlässt den verein!
Frankfurt – Die Skyliners Frankfurt stehen vor einem Umbruch: Sportchef Sebastian Gleim verlässt den Verein überraschend und schließt sich seinem ehemaligen Coach Gordon Herbert bei den New Zealand Breakers an. Ein Abschied, der die Frankfurter Basketball-Szene erzittern lässt und Fragen aufwirft, wie der Verein nun die kommende Saison gestalten will.
Ein herzenswunsch zieht den sportchef fort
Gleims Entscheidung ist nicht ohne Emotionen gefallen. Wie Gunnar Wöbke, geschäftsführender Gesellschafter der Skyliners, verriet, kam das Angebot aus Neuseeland „aus heiterem Himmel“. Für Gleim, der bereits von 2023 bis 2025 dort gelebt und gearbeitet hat, war es eine zu verlockende Möglichkeit, zurück in die Heimat seiner Familie zu kehren und auf höchstem Niveau zu coachen. „Diese Chance zerreißt mich etwas, weil der Plan, hier in meiner Heimat Frankfurt Teil von etwas Außergewöhnlichem zu werden, deutlich langfristiger angelegt war“, so Gleim bei der gemeinsamen Pressekonferenz.
Herbert, der Gleim bereits in seiner Zeit als Bundestrainer unter seine Fittiche genommen hatte, zählt auf den erfahrenen Kaderplaner. Wenn Herbert als Coach des kanadischen Nationalteams ausfällt, wird Gleim die Verantwortung für die Breakers übernehmen – ein Beweis für das Vertrauen, das Herbert in seine Fähigkeiten setzt.

Skyliners wollen keine steine in den weg legen
Obwohl der Verlust von Gleim für die Skyliners ein herber Schlag ist, entschieden sich die Verantwortlichen, ihm seinen Herzenswunsch nicht zu verwehren. „Wir freuen uns sehr für ihn, dass er die Möglichkeit erhält, in die Wahlheimat von ihm und seiner Familie zurückzukehren und dort auf absolutem Top-Niveau zu coachen“, erklärte Wöbke. Gleim wird den Klub noch bis Anfang August unterstützen, die Kaderplanung für die nächste Saison ist jedoch bereits weit fortgeschritten.

Mehr als nur basketball: skyliners planen zukunft
Über den Abgang von Gleim hinaus präsentierten die Skyliners einen ambitionierten Plan für die kommenden vier Jahre. Im Fokus stehen dabei der Bau einer Multifunktionshalle am Frankfurter Waldstadion und die Teilnahme am Eurocup. Die Entscheidung, den Eurocup anzustreben, soll die Skyliners einer breiteren europäischen Öffentlichkeit präsentieren und neue Zielgruppen erschließen – insbesondere Studenten.
„Wir wollen unsere Basis und Zielgruppen erweitern“, betonte Wöbke. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, wird das Budget in den kommenden Jahren deutlich erhöht. Das zeigt: Die Skyliners wollen nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in Europa eine wichtige Rolle spielen. Die Suche nach einem neuen Sportdirektor läuft bereits auf Hochtouren.
Sebastian Gleim, der einst als vielversprechender Trainer galt, wird die Skyliners nun aus der Ferne verfolgen – und hoffentlich die Erfolgsgeschichte des hessischen Basketball-Clubs weiterhin mitfiebern können.
