Skyliners: gala-glanz, dann bittere pleite – play-ins unwahrscheinlich

Frankfurt – Rekordkulisse, strahlende Gesichter und eine Benefizgala, die in die Geschichte eingeht: Die Skyliners Frankfurt präsentierten sich am Samstag von ihrer besten Seite. Doch die gute Laune währte nicht bis zum Sonntag. Die 73:93-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Heidelberg wirft lange Schatten und deutet an: Die Hoffnungen auf die Play-Ins sind wohl gestorben.

Ein wochenende voller kontraste

Ein wochenende voller kontraste

Die Skyliners-Fans erlebten ein emotionales Auf und Ab. Die Benefizgala für das Projekt „Basketball macht Schule“ war ein voller Erfolg. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg übernahm sogar die Patenschaft für acht AGs und unterstrich damit die Bedeutung des Projekts für die Frankfurter Jugend. 138 Basketball-AGs wurden an diesem Abend unterstützt – ein neuer Rekord! Doch die Euphorie des Samstags konnte sich das Team am Sonntag nicht auf den Platz bringen.

„Wir haben in den ersten Minuten noch gut verteidigt und auch unsere Würfe getroffen, aber insgesamt war das natürlich eine enttäuschende Leistung“, kommentierte Chef-Trainer Klaus Perwas die Partie. Die mangelnde Durchschlagskraft im Zweikampf unter dem Korb und die schwache Trefferquote von der Dreierlinie waren die Hauptursachen für die deutliche Niederlage. Die Hessen trafen lediglich 28 Prozent ihrer Dreier – ein erschreckender Wert.

Das schlechteste Offensivteam der Liga, Heidelberg, profitierte von den Skyliners-Schwächen und ließ sich das Ergebnis nicht mehr entreißen. Die Frankfurter verpassten die Chance, den vorzeitigen Klassenerhalt zu sichern und den Kampf um die Play-In-Plätze ernst zu nehmen. Es ist ein bitteres Geständnis: Das Team hat sich in dieser Saison selbst zu viele Punkte verschenkt.

Ein Lichtblick am Wochenende war jedoch die Leistung von Youngster Jamie Edoka. Der 18-Jährige wurde nicht nur zum wertvollsten Spieler des Albert-Schweitzer-Turniers in Mannheim gewählt, sondern führte die deutsche U18-Nationalmannschaft auch zum Sieg. Seine Abwesenheit auf dem Feld am Sonntag ist jedoch bemerkenswert – ein Zeichen dafür, dass das Potential des Nachwuchses noch nicht voll ausgeschöpft wird.

Die Saison 2025/26 der Skyliners Frankfurt ist somit vorzeitig beendet. Und das, obwohl die Chance auf die Play-Ins noch in Reichweite war. Der Fokus muss nun auf der kommenden Saison liegen, in der ein Umbruch und eine Neuausrichtung des Teams gefordert sind. Die Gala hat zwar gezeigt, was möglich ist, doch die Leistungen auf dem Platz müssen her. Andernfalls droht die nächste enttäuschende Saison.