Ski-weltverband: eliasch plantscht sich mit georgischer staatsbürgerschaft zur wahl!

Ein Skandal erschüttert die internationale Skigemeinde: Johan Eliasch, der amtierende Präsident des Internationalen Skiweltverbandes (FIS), versucht auf höchst fragwürdige Weise, seine Wiederwahl zu forcieren. Der schwedisch-britische Geschäftsmann, Milliardär und Sportfunktionär, der von seinen eigenen Verbänden nicht nominiert wurde, hat nun überraschend die georgische Staatsbürgerschaft angenommen – ein Schachzug, der selbst hartgesottene Sportfunktionäre fassungslos zurücklässt.

Ein pass als wahlkampfmittel?

Die Geschichte ist so kurios wie absurd. Ursprünglich hatte Eliasch wohl ein Auge auf einen armenischen Pass geworfen, doch es kam anders: Nun wird er durch den georgischen Skiverband zur Wahl am 11. Juni in Belgrad ins Rennen geschickt. Die FIS bestätigte diese ungewöhnliche Entwicklung, die in der Ski-Welt für großes Aufsehen sorgt. Es ist ein verzweifelter Versuch, die Unterstützung zu sichern, die ihm in seinem Heimatland bisher fehlt.

Doch Eliasch steht nicht alleine da. Gleich vier weitere Kandidaten streben das Amt an: Alexander Ospelt aus Liechtenstein, Anna Harboe Falkenberg aus Dänemark, Dexter Paine aus den USA und Victoria Gosling aus Großbritannien. Bis zum 20. Mai wird die FIS die Bewerber prüfen und entscheiden, wer überhaupt zur Wahl zugelassen wird. Eine Aufgabe, die angesichts der Eliasch-Affäre alles andere als einfach werden dürfte.

Umstrittene führung und vorwürfe

Umstrittene führung und vorwürfe

Eliaschs Amtszeit war stets von Kontroversen geprägt. Nicht ohne Grund haben seine Heimatverbände ihm ihre Unterstützung entzogen. Bereits 2022 war seine Wiederwahl ein Zirkus, wie es der Deutsche Skiverband damals nannte. Damals konnten die Verbände lediglich zustimmen oder sich enthalten – ein klares „Nein“ war ausgeschlossen. Häufig wird Eliasch vorgeworfen, eigenmächtig zu handeln und wichtige Informationen vor anderen Gremien zurückzuhalten. Der Weltcup-Kalender ist ein weiteres Ärgernis, das immer wieder zu heftiger Kritik führt.

Die Hoffnung auf einen Neuanfang nach fünf Jahren Eliasch war groß, doch der Schwede scheint mit allen Mitteln an der Macht zu bleiben. Die endgültige Entscheidung wird Mitte Juni fallen. Ob Eliasch mit seinem unorthodoxen Vorgehen tatsächlich seinen Stuhl behalten kann, bleibt abzuwarten. Die Skigemeinde hält den Atem an – ein Fall für die Annalen des Sports.