Skisprung-schock in willingen: einbruch vor olympia-qualifikation

Dreister diebstahl überschattet weltcup in willingen

Ein unerfreuliches Ereignis hat das norwegische Skisprungteam am vergangenen Wochenende in Willingen erschüttert. Kurz vor den entscheidenden Weltcup-Springen, die als letzte Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) dienten, kam es zu einem Einbruch in die Umkleidekabine der Mannschaft. Der Vorfall wirft einen Schatten auf das Sportfest und sorgt für Aufregung.

Schock am morgen: die umkleidekabine geplündert

Schock am morgen: die umkleidekabine geplündert

Als das Team am Sonntagmorgen zur Mühlenkopfschanze kam, stellte es den Einbruch fest. Jan-Erik Aalbu, der 62-jährige Skisprungmanager der Norweger, zeigte sich gegenüber der norwegischen Zeitung „VG“ schockiert: „Es ist absolut unglaublich, dass so etwas passieren kann. Die Polizei nimmt die Sache sehr ernst und hat Ermittlungen eingeleitet.“

Zeitlicher ablauf und gestohlene gegenstände

Laut „VG“ brachen zwei unbekannte Personen am Samstagabend um 23:30 Uhr in die Umkleidekabine ein. Gestohlen wurden verschiedene Ausrüstungsgegenstände, darunter Helme, Jacken, Mützen, Handschuhe und Brillen. Aalbu bestätigte gegenüber „Dagbladet“ den Verlust der Ausrüstung. Die Täter machten sich scheinbar auch einen Spaß daraus, mit den Helmen der Athleten zu posieren.

Überwachungsaufnahmen liefern hinweise

Aalbu wurde von der deutschen Polizei Überwachungsmaterial gezeigt, das die Täter zeigt, wie sie die Umkleidekabine betreten und anschließend mit den Helmen von Johann André Forfang und Halvor Egner Granerud auf dem Kopf wieder herauskommen. Glücklicherweise wurden Skier und Schuhe nicht entwendet. Das Team konnte sich vor Ort neues Equipment leihen.

Olympia-helme als ersatz und ausgeliehene ausrüstung

Trotz des Diebstahls konnte das Team improvisieren. „Wir haben die Olympia-Helme bekommen, einige nutzen sie nun als Reserve. Außerdem konnten wir uns hier vor Ort Ausrüstung leihen“, erklärte Aalbu. Der Vorfall wirft jedoch Fragen nach der Sicherheit auf.

Keine verdächtigen identifiziert

Die Polizei hat die Aufnahmen ausgewertet und das Team nach möglichen Verdächtigen befragt. „Wir wurden gefragt, ob wir jemanden auf den Bildern erkennen könnten, aber das konnten wir nicht“, so Aalbu. Die Ermittlungen laufen weiterhin.

Sportlicher fokus trotz vorfalls: lindvik als bester norweger

Trotz des schockierenden Vorfalls konzentrierten sich die Athleten auf ihr Wettkampfziel. Bei dem Springen am Sonntag erreichte Marius Lindvik (27) als bester Norweger den 4. Platz. Sein Teamkollege Kristoffer Eriksen Sundal (24) landete beim Sieg von Domen Prevc auf Rang 6. Der Sport hatte also dennoch seinen Lauf.