Sinner: von montecarlo zur gazzetta – ein überraschendes lesevergnügen
Jannik Sinner, der frischgebackene König des Sandplatzes von Montecarlo, hat in einem exklusiven Interview mit L’Equipe Magazine nicht nur über seinen Triumph gesprochen, sondern auch Einblicke in sein Privatleben gewährt – und dabei für eine überraschende Enthüllung gesorgt.
Die schatten der suspendierung und die rückkehr zum glück
Die vergangene Saison war für Sinner von einem bitteren Zwischenfall überschattet: der Dopingfall um Clostebol. Er spricht offen über diese schwierige Zeit: „Ich habe den Preis für einen Fehler bezahlt, der nicht meiner war.“ Die emotionale Belastung während der Suspendierung war offensichtlich, wie er zugibt: „Ich wirkte auf dem Platz sehr traurig, und das war ich auch. Ich fühlte mich nicht frei.“ Doch die Rückkehr nach Rom markierte einen Wendepunkt. „Dort fühlte ich mich wieder glücklich und erleichtert. Ich wollte einfach den Moment genießen.“

Playstation, netflix und die liebe zur gazzetta
Abseits des Tennisplatzes offenbart Sinner eine überraschende Leidenschaft: Er ist ein begeisterter Leser der Gazzetta dello Sport. „Ich lese gerne Zeitungen, weil ich denke, es ist wichtig zu wissen, was in der Welt passiert“, erklärt der Weltranglistenerste. Während er die Tennisberichterstattung überspringt – „denn da weiß ich ja schon, was passiert“ – widmet er sich mit Begeisterung den Fußballseiten. „Fußball ist ein sehr wichtiger Sport in Italien.“
Und wie verbringt der junge Star seine Freizeit sonst? Neben Videospielen auf der Playstation ist er ein großer Fan von Netflix-Serien. „Ich muss noch His & Hers beenden. Mir fehlt nur noch eine Folge.“ Ein entspanntes Hobby, das ihm hilft, vom Druck des Leistungssports abzuschalten.

Die lehren aus roland garros und der blick nach vorn
Auch das schmerzhafte Finale von Roland Garros 2023 wird thematisiert. „Es wäre eine Lüge zu sagen, dass es einfach war, darüber hinwegzusehen“, gesteht Sinner. Doch er nutzte die Erfahrung, um zu wachsen: „Ich habe große Lehren aus dieser Niederlage gezogen. Es ist so, wie ich Wimbledon gewonnen habe.“ Er hat erkannt, dass er auch auf Sand erfolgreich sein kann – eine Erkenntnis, die er mit dem Triple Montecarlo-Madrid-Rom eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.
Sinner, der Perfektionist: „Ich versuche, so präzise wie möglich zu sein. Viele sehen darin einen Spieler ohne Emotionen, aber ich bin einfach sehr konzentriert auf das, was ich tun muss.“ Er strebt nach noch größerem Potenzial: „Ich möchte ein Spieler werden, der sehr gut aufschlägt, aggressiv ist und jede Situation lesen kann.“
Die Wurzeln bleiben wichtig: „Meine Eltern haben mir beigebracht, im Hier und Jetzt zu leben, ohne zu viel in die Zukunft oder Vergangenheit zu schauen.“ Und trotz des Erfolgs und der Verlockungen des Ruhms behält Sinner die Bodenhaftung: „Ich habe mir ein Leben mit Opfern ausgesucht, aber es braucht auch Balance. Ich bin nur einmal 24 Jahre alt, und ich genieße es.“
Seine Wahl, in Monaco zu leben, begründet er mit der „Ruhe und den perfekten Strukturen“. Doch die Verbundenheit zu Italien bleibt bestehen: „Ich bin stolz, Italiener zu sein.“
