Sinner startet gegen duckworth: indian wells wirft ihn mit musetti und djokovic zusammen

Jannik Sinner bekommt den Bogen zur Wüste, aber keine Ruhe. Beim ersten Masters 1000 des Jahres in Indian Wells wartet gleich im Achtelfinale die Revanche gegen Ben Shelton – jener US-Aufschlagkanone, die ihn 2023 hier aus dem Turnier warf. Noch heißer dürfte ein mögliches Halbfinale gegen Lorenzo Musetti werden. Die Auslosung lieferte am Sonntagabend das Szenario, das ganz Italien sehen will – und das Sinner noch verhindern muss.

Sinner vs. shelton: das match, das vor dem viertelfinale brennt

Erster Gegner: James Duckworth oder ein Qualifikant. Klingt machbar, doch hinter der Fassade lauern Fallen. Im dritten Spiel wartet womöglich Tommy Paul, der US-Boy mit der schnellen Hand, gefolgt von Shelton oder dem Tschechen Jakub Mensik. Letzterer schickte Sinner vor drei Wochen in Doha nach Hause – eine Niederlage, die dem Südtiroler noch in den Knochen steckt. „Ich kenne die Zahlen, ich kenne die Gefahr“, sagte Sinner nach der Auslosung knapp. Mehr musste er nicht sagen.

Die untere Hälfte des Tableaus liest sich wie ein Who-is-Who des harten Schlachthofs. Carlos Alcaraz droht schon in Runde zwei Grigor Dimitrov, im Viertelfinale Alex de Minaur – und dann der alte Feind Novak Djokovic. Der Serbe muss vorher aber Perricard, Hurkacz, Draper und Fritz abwehren, ein Programm, das selbst ihm die Kehle trocken werden lässt. Die Frage lautet nicht mehr, ob jemand zusammenbricht, sondern wann.

Sieben italiener, eine paolini – und ein pavillon voller träume

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Flavio Cobolli, frisch gebackener Champion von Acapulco, erhält ein Freilos und trifft dann auf Altmaier oder Kecmanovic. Luca Darderi, der in Santiago sein erstes ATP-Titel feierte, startet gegen einen Qualifikant. Matteo Berrettini muss sofort ran, gegen Adrian Mannarino – wer gewinnt, bekommt Zverev serviert. Luciano Bellucci und Matteo Arnaldi landeten im Quali-Pulk, während Jasmine Paolini im Frauenfeld gleich neben Aryna Sabalenka eingezogen wurde. Ihr Viertel klingt nach Gauff, nach Sabalenka – und nach der ersten italienischen Halbfinale-Dämmerung seit Jahren.

Die Wüste Kaliforniens trocknet die Kehlen aus, aber die Spannung ist bereits feucht wie ein Sommergewitter. Sinner hat 72 Stunden, um die Niederlage von Doha zu verdauen und die Schlagfolgen seines Trainings zu zählen. Die Arena wird leer sein beim ersten Aufschlag – aber das Echo seiner Vorhand wird bis Turin zu hören sein. Wer hier nicht gewinnt, fliegt mit Sand in den Schuhen und der Gewissheit, dass die Saison erst beginnt, wenn die Wüste brennt.