Sinner rast 2.160 punkte ein und schießt alcaraz vor monte carlo an

Jannik Sinner spielt Tennis auf Abruf: Nach Indian Wells und Miami fehlen ihm nur noch 1.190 Punkte auf Carlos Alcaraz – und das beim ersten Masters auf roter Asche, den er 2024 wegen seiner Clostebol-Sperre komplett verpasste. Der Italiener kann sich in Monte Carlo also selbst wieder an die Spitze schieben.

Die rechnung ist denkbar einfach

Die rechnung ist denkbar einfach

Alcaraz verteidigt in Monaco 1.000 Zähler, kann nicht zulegen. Sinner dagegen holt 640 Punkte schon mit dem Halbfinale, 1.000 mit dem Titel. Selbst wenn der Spanier im Endspiel steht, reicht Sinner der Sieg, um die Krone zurückzuerobern. Die ATP-Weltrangliste würde damit nach 65 Wochen Alcaraz wieder den Namen Sinner tragen – und beitzen sich auf 66 Wochen in Serie an der Spitze.

Der Sprung ist bemerkenswert. Noch am 2. Februar, nach dem Australian Open-Finale, trennten die beiden 3.350 Punkte. Drei Turniere später hat Sinner die Hälfte davon aufgeholt und dem spanischen Titel-Turbo die Windschattenseite genommen. Der Grund: Seine 2.160 Punkte-Gewinn-Serie in der Wüste und am Biscayne Bay – bei gleichzeitigem Leer-lauf des Titelverteidigers.

Für den 22-jährigen Südtiroler ist Monte Carlo die perfekte Bühne. Kein Druck, keine Punkte zu verteidigen, dafür jede Runde ein Gewinn. Alcaraz muss dagegen liefern, sonst flattert die Trophäe direkt weiter. Die Saison auf Sand beginnt mit einem Schachzug, den selbst er nicht kommen sehen hat.