Sinner dominiert in monte carlo: auf dem weg zum tennis-thron?
Jannik Sinner hat in Monte Carlo eine Demonstration ungeahnter Kraft gezeigt und den Beginn seiner Jagd nach dem ersten Grand-Slam-Titel in Roland Garros mit einem beeindruckenden Sieg gegen Ugo Humbert eingeleitet. Der Italiener pulverisierte seinen Gegner mit 6:3 und 6:0 in nur 64 Minuten und setzt damit seine Siegesserie in der Masters-Kategorie fort – eine Leistung, die selbst Rafael Nadal in den Schatten stellt.

Die unaufhaltsame maschinerie des jungen italieners
Achtzehn Siege in Folge sprechen eine deutliche Sprache. 36 Sätze in Serie gewonnen! Sinner ist in absoluter Topform und die Frage ist nicht, ob er die Weltranglistenführung von Carlos Alcaraz zurückerobern wird, sondern wann. Nur vier weitere Erfolge trennen ihn vom erneuten Sprung an die Spitze des Weltennis – eine verlockende Aussicht, die ihn zweifellos zusätzlich beflügelt.
Was besonders beeindruckt, ist Sinner’s Anpassungsfähigkeit. Er beherrscht sowohl Hartplätze als auch Sandplätze mit gleicher Präzision. Während viele Spieler unter der Umstellung leiden, scheint Sinner genau das Gegenteil zu erleben. Der Sieg in Monte Carlo ist mehr als nur ein Erfolg im Einzel – er ist ein klares Signal an die Konkurrenz: Sinner ist bereit für Roland Garros.
Doch was macht ihn so stark auf Sand? Während andere Spieler sich auf die Rutschigkeit und die besonderen Anforderungen des Untergrunds einstellen müssen, scheint Sinner sich davon nicht irritieren zu lassen. Er scheute sich nicht, in einem kalten und bewölkten Monaco zu spielen, wo die Ballbewegung erschwert wurde. Humbert, ein Linkshänder, der normalerweise für hohe Bälle bekannt ist, konnte dem Italiener kaum Widerstand leisten – ein weiterer Beweis für Sinner’s Vielseitigkeit.
Die Unterstützung der Fans, die ihn in Monaco bewohnen, trieb den jungen Italiener zusätzlich an. Nach einem frühen Break im ersten Satz, der nach fünf mühsamen Ballwechseln gelang, übernahm Sinner die Kontrolle und dominierte das Spiel. Im zweiten Satz ließ er Humbert kaum Atem holen und gewann fünf Spiele in Folge. Das Ergebnis ist eindeutig: Sinner ist auf dem besten Weg, seine Rivalen zu überwinden.
Seine beeindruckende Bilanz gegen Linkshänder – 22 Siege in den letzten 22 Spielen, ein einziger Rückschlag in Shanghai 2023 gegen Ben Shelton – unterstreicht seine Stärke gegen vermeintliche Gegenspieler. Und auch gegen französische Spieler ist er derzeit unschlagbar: 26 Siege in den letzten 26 Begegnungen. Das macht ihn zu einem wahren Albtraum für viele seiner Gegner.
Im Viertelfinale wartet nun der Sieger des Duells zwischen Fran Cerúndolo und Tomas Machac. Aber Sinner blickt bereits weiter – auf Roland Garros und die Chance, den Grand Slam zu vervollständigen. Die Frage, wie viel er auf Sand rutschen muss, ist dabei weniger wichtig als seine unbändige Entschlossenheit, den Titel zu holen.
