Simons will weg aus tottenham – barça winkt mit 40-millionen-rabatt

Xavi Simons saß mal wieder in der kalten Londoner Bank, zog die Kapuze tief ins Gesicht und wusste: So war das nicht geplant. 65 Millionen Euro Ablöse, 2030er-Vertrag, Premier-League-Bühne – und nun 17. Platz, 13 Spiele ohne Sieg, 0:3 gegen Nottingham. Die Krise bei Tottenham schleppt sich durch den April, und mit ihr der 22-jährige Niederländer, der plötzlich zum Sinnbild des Absturzes wird.

Barça plant rückholaktion aus la masia

Der Kreis soll sich schließen. Simons durchlief als Zwölfjähriger die berühmte Ausbildung des FC Barcelona, bevor PSG, PSV und Leipzig ihn vorantrieben. Laut dem katalanischen Portal El Nacional fordert sein Berater bereits Gespräche mit den Verantwortlichen um Deco. Die Botschaft: Simons will zurück, Barça will ihn – aber nur, wenn der Preis stimmt. Tottenham soll bereit sein, bei 40 Millionen zu verhandeln, ein Minus von 25 Millionen binnen einer Saison. Ein möglicher Abstieg würde die Spurs weiter zwingen, Gehaltslast abzubauen.

Die sportliche Lage liefert das Druckmittel. Sieben Spieltage sind noch zu spielen, der Abstand zum Abstiegsrang beträgt einen mageren Zähler. Die Champions-League-Pleite gegen Atlético Madrid setzte dem Debakel die Krone auf. Trainer Igor Tudor schwieg nach dem Forest-Desaster, stattdessen sickerte durch, dass er kurz nach Abpfiff die Todesnachricht eines engen Freundes erhalten hatte – ein Drama überschattet vom nächsten.

Misst geworden: dribbelkünstler ohne spielfluss

Misst geworden: dribbelkünstler ohne spielfluss

Simons’ Statistik liest sich wie ein Warnbrief: 1.156 Minuten in 29 Pflichtspielen, nur neun Mal über 90 Minuten, kein Tor seit Dezember, Expected Goals 3,4 – unter seinem Niveau. Die individuellen Kurvenläufe sind da, aber das Kollektiv findet keine Räume. Seine letzten Saisons in Eindhoven und Leipzig verliefen mit Double-Digits an Toren und Vorlagen, nun steht er im Schatten von Son und Kulusevski, die ihrer eigenen Formlosigkeit hinterherlaufen.

Intern hält sich die Erkenntnis, dass Simons’ Laufwege in der 4-2-3-1-Grundordnung nicht passen. Seine Stärke: halbräumliche Dribblings zwischen den Linien. Tudors Plan: schnelle Umschaltmomente über die Außen. Ergebnis: Unverständnis auf beiden Seiten. Der Spieler fühlt sich „als zusätzlicher Läufer missbraucht“, berichtet ein Berater dem Sender Cadena SER. Der Klub fürchtet, dass der Wert weiter sinkt, wenn er weiter stöbert.

40 Millionen für 22 jahre hoffnung – ein schnäppchen?

40 Millionen für 22 jahre hoffnung – ein schnäppchen?

Barcelonas Finanzabteilung rechnet mit Zahnradgeräuschen. Die Liga erlaubt nur 40 % der eingenommenen Summe für neue Gehälter. Ein Deal müsste deshalb über strukturierte Bonuszahlungen und ein obligatorisches Leihgeschäft konstruiert werden. Sportdirektor Deco sieht in Simons den idealen Nachfolger für Dani Olmo, falls dessen Klausel nicht zu stemmen ist. Die Parameter: Technik, Pressresistenz, Spanisch-Kenntnisse – alles vorhanden. Die Frage: Lohnt sich das Risiko, wenn die sportliche Form fehlt?

Die Antwort liegt in der Bilanz der Spurs. Sinken sie in die Championship, winkt eine Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen – für jeden Zweitligisten zu haben. Da ist ein schneller Verkauf an Barcelona für 40 Millionen plus Bonuszahlungen das kleinere Übel. Für Simons wäre es die Flucht vor dem zweiten Abstiegskampf seiner Laufbahn, nachdem er 2023 noch mit PSV die Meisterschale holte.

Der Countdown läuft: Nach der Länderspielpause gastiert Tottenham bei Everton, dann kommt Arsenal zum Derby. Schon vor dem 34. Spieltag könnte die Entscheidung fallen – sportlich und finanziell. Bleibt Simons, riskiert er, mit den Spurs in den zweiten englischen Durchgang zu starten. Geht er, kehrt er dorthin zurück, wo seine Biografie begann: La Masia, Camp Nou, 98.000 Zuschauer, die ihn als Kind schon mal jubeln sahen. Die Ironie: Um zu wachsen, muss er erst ein Stück zurück. Die Wahrheit: Ein weiteres halbes Jahr auf der Bank von N17 und 40 Millionen klingen wie ein Luxuspreis, den keiner mehr zahlen wird.