Simeone schickt den b-staff nach elche – atlético ruht sich für die champions league aus

Klaus Schäfer, Elche – Diego Simeone lässt seine Stars zu Hause. Nach dem Pokalschock und 120 Minuten in Sevilla reist der Atlético de Madrid mit einem Notkader an die Costa Blanca – 15 Profis und neun Talente. Die Botschaft ist klar: Die Champions League hat Vorrang.

Kein sorloth, kein alvarez, kein koke – simeone zieht die notbremse

Die Verletztenliste war ohnehin schon lang: Sorloth, Lookman, Hancko, Giménez. Dazu gesellen sich nun vier gesunde Leistungsträger, die Simeone freiwillig schont. Marcos Llorente bat selbst um Auswechslung in der Verlängerung gegen Real Sociedad. Julián Alvarez trug das Team auf den Schultern und darf nun die Füße hochlegen. Koke spielte ein nahezu perfektes Finale, 120 Minuten Nonstop – für den Kapitän gibt es Kur.

Die Rechnung des Argentiniers ist simpel: Das Ligaspiel in Elche zählt nur noch theoretisch, das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League in sieben Tagen ist das echte Ziel. Wer jetzt noch einmal riskiert, fliegt raus.

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So richtet sich der Blick auf die eigene Akademie. Esquivel, Julio, Morcillo, Boñar, Rayane und Dani Martínez waren schon gegen Rayo dabei. Nun steigen Puric, Iker Luque und Cubo nach. Neun Eigengewächse in einem Pflichtspiel – das gab es beim Cholo zuletzt 2013.

Die Kids sollen Luft nach vorne bringen, nicht nur physisch. Der Klub verkauft das als Signal: Wir vertrauen unserer DNA, auch wenn der Pokal weg ist. Die Wahrheit ist brutaler: Ohne Frische droht im Königsklassen-Krimi das Aus.

Simeone hat die Segel gestrichen. Gewinnt Atlético in Elche mit dem B-Team, ist es ein Bonus. Verliert es, interessiert das niemanden mehr, sobald am 15. April die Champions-League-Musik spielt. Die Rojiblancos haben nur noch ein Rennen – und laufen es mit leeren Tanks an. Die nächste Woche wird zeigen, ob die Pause genügte oder der Pokal-Kater doch noch nachhallt.