Siegemund schlägt zurück: miami-coup gegen marcinko mit macht
Laura Siegemund hat Petra Marcinko zum zweiten Mal binnen 14 Tagen aus dem Turnier befördert – diesmal ohne Satzverlust. In Miami fegte die 38-jährige Deutsche die Kroatin mit 6:4, 6:4 vom Court und lieferte die erste deutsche Happy Hour der Saison.
Regen, tape, triumph
Knieschoner statt Sonnencreme: Unter wechselnden Wolkenbrüchen startete Siegemund wie ein U-Boot aus dem Tiefgang. Erst tappen, dann zappen – das Break zum 5:4 im Auftaktsatz kam aus dem Nichts, das zweite im zweiten Durchgang noch schneller. Marcinko, 18 Jahre jünger und in der Hitze Floridas eigentlich im Vorteil, fand kein Rezept gegen Siegemunds Slice-Chaos und die unzähligen Ballwechselschleifen, die die Deutsche seit Jahren perfektioniert.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Siegemund verwandelte vier von fünf Breakchancen, schlug 23 Winner und schenkte in Satz zwei nur noch neun Punkte ab. Ein Statement, das im Spielerhotel sofort die WhatsApp-Gruppe zum Glühen brachte.

Nächste prüfung: alexandra eala
Schon am Donnerstag steht das Achtelfinale an, und der Name hat Gewicht. Alexandra Eala gilt als philippinisches Supertalent, frisch mit Wildcard und ohne Druck. Für Siegemund heißt es: Routine gegen Racketspielkultur, Erfahrung gegen Explosivität. Beide haben noch nie gegeneinander gespielt – ein Schach-Open der Extraklasse.
Tatjana Maria und Eva Lys halten ebenfalls die Fahne hoch, während Ella Seidel nach drei Quali-Sätzen leer ausging. Doch der Fokus liegt auf Siegemund. Nach ihrem Viertelfinale in Indian Wells und dem souveränen Auftakt in Miami schickt sie eine Botschaft an die Konkurrenz: Altersklasse spielt erst ab dem Vierteljahrhundert.
Miami mag Parties, aber heute feierte nur eine Frau – und sie trägt Tape stilecht als Siegesbinde.
