Shiffrin schlägt quit-stimmung: nächste saison fahre ich
Mikaela Shiffrin hat den Spekulationen eine Absage erteilt. Die 31-Jährige wird auch in der kommenden Saison im Weltcup starten. „Ich werde Rennen fahren“, sagt sie gegenüber dem ORF – knapp, klar, ohne Wenn und Aber.
Die gerüchteküche kocht seit wochen
Vor dem Finale in Saalbach hätten einige Kollegen schon ihren Abschied vermeldet. Gemeinsam mit Verlobtem Aleksander Aamodt Kilde, hieß es. Doch Shiffrin lacht nur. „Ich bin spät in der Karriere, aber nicht am Ende.“ Die Amerikanerin versteht die Fragen, doch ihre Antwort ist ein Statement: Noch ist sie hungrig. Noch will sie Kugeln. Noch will sie Siege.
Die Zahlen sprechen für sich: 97 Weltcupsiege, fünf kleine Kristallkugeln in der Slalom-Wertung, drei Gesamtweltcups. Doch hinter den Rekorden steckt eine Athletin, die morgens immer noch als Erste auf der Piste steht. Die mit ihrem Servicetechniker bis Mitternacht die Kanten misst. Die nach jedem Rennen das Video stundenlang durchdekliniert. Für sie ist Skifahren kein Job, sondern eine Obsession.
Shiffrins Entscheidung wirkt wie ein Seitenhieb gegen die Schnellschuss-Berichterstattung. Ein Tweet, ein Gerücht, ein angeblicher Insider – und schon wird ein Karriereende konstruiert. Die Skikönigin kontert mit Tatsachen. Ihr Vertrag bei Atomic läuft bis 2026. Ihr Körper funktioniert. Ihr Kopf auch. Und ihre Zeiten: In den letzten drei Slaloms siegte sie zweimal.

Die konkurrenz atmet auf – oder nicht
Lara Gut-Behrami, Sofia Goggia, Petra Vlhová. Alle haben sie Shiffrins Schatten jahrelang vor sich hergetragen. Jetzt wissen sie: Die Queen bleibt auf dem Thron. Das nächste Kapitel beginnt. Die Vorbereitung auf die Saison 2024/25 startet bereits im Mai auf Gletscher in Österreich. Shiffrin wird wieder dort sein. Mit neuen Ski, neuen Ideen, altem Hunger.
Für die Fans ist das ein Fest. Für die Konkurrenten ein Alarm. Für die Sportwelt einfach Mikaela Shiffrin – eine, die nicht von Abschied redet, sondern von Attack.
