Shiffrin kämpft mit krebsdiagnose ihrer mutter – und gewinnt trotzdem gold!
Mikaela Shiffrin, die unangefochtene Königin des alpinen Skisports, hat in der vergangenen Saison nicht nur zwei prestigeträchtige Titel gefeiert – Olympia-Gold im Slalom und den Gesamtweltcup – sondern auch eine schwere private Last getragen: die Krebserkrankung ihrer Mutter, Eileen. Eine Erkrankung, die sie lange vor der Öffentlichkeit verbarg, um ihre Mutter zu schützen.
Die stille bürde hinter den siegen
Die 31-jährige Shiffrin sprach nun in ihrem Podcast „What’s the point“ offen über die schwierige Situation. „Wir wollten zu Saisonbeginn nicht wirklich über Deinen Krebs und Deine Behandlungen sprechen“, gestand sie ihrer Mutter gegenüber, „aber viele Menschen im Weltcup-Zirkus haben mitbekommen, dass Du nicht da warst.“ Normalerweise ist Eileen Shiffrin fester Bestandteil des Teams, eine Stütze für ihre Tochter. Im vergangenen Jahr war dies jedoch zu Beginn der Saison nicht möglich, was die Vorbereitung auf die Olympia-Saison grundlegend veränderte.
Ein tragischer Hintergrund Der Verlust ihres Vaters Jeff im Februar 2020 bei einem häuslichen Unfall lastet weiterhin auf der jungen Athletin. Nun kam die Diagnose bei ihrer Mutter hinzu. „Du hast Dich mein ganzes Leben um mich gekümmert. Und Du musstest Dich wirklich, wirklich um Dich selbst kümmern“, betonte Shiffrin voller Dankbarkeit.

Die notlüge und die innere stärke
Um die Abwesenheit ihrer Mutter zu erklären, griff Shiffrin auf eine Notlüge zurück: Sie gab an, Eileen habe ein Haus gekauft und richte dieses gerade ein. „Die Leute schienen es geglaubt zu haben. Es war fast, wie es zu verstecken, aber man möchte nicht wirklich, dass sie darüber reden“, erklärte sie. Doch hinter dieser Fassade verbarg sich eine enorme Willenskraft. „Als ich in die Saison gegangen bin, dachte ich mir: Okay, du musst eine höhere Stufe erreichen, weil du ohne sie auskommen musst“, so Shiffrin.
Um mit dem immensen Druck umzugehen, wurde seit diesem Winter ein Psychologe fester Bestandteil ihres Trainerteams. Eine Entscheidung, die sich offenbar ausgezahlt hat. Shiffrin feierte ihren sechsten Gesamtweltcupsieg und sicherte sich die dritte olympische Goldmedaille – ein Beweis dafür, dass ihre mentale Stärke ebenso beeindruckend ist wie ihre sportlichen Fähigkeiten.
Die Geschichte von Mikaela Shiffrin ist mehr als nur eine Erfolgsgeschichte im Skisport. Sie ist eine Geschichte von Mut, Stärke und der unzerbrechlichen Bindung zwischen Mutter und Tochter. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie man auch in den dunkelsten Stunden Siege erringen kann.
