Sevilla-bodenpersonal: ramos-konsortium ballt die faust – 450-millionen-deal steht auf der kippe
Am Freitag endet die Exklusivfrist. Dann muss Five Eleven Capital entscheiden, ob der klub mit 450 Millionen Euro bewertet wird – oder ob die Ramsch-Meldung kommt, falls der Sevilla FC am letzten Spieltag in die Segunda rutscht.
Die Due-Diligence von KPMG ist so gut wie abgehakt, die Zahlen liegen auf dem Tisch. Was auf dem Papier fehlt, ist der Atem der Mannschaft: neun Finals, drei Punkte Vorsprung auf den Abstieg. Kein Investor kauft gern eine Zweitligakasse, nur weil die Schulden netto bereits saniert sind.

Luis garcía plaza erbt ein pulverfass statt eines projekts
Der neue Coach bekam die Nachricht, während Martin Ink, CEO des Ramos-Konsortiums, im Sánchez-Pizjuán saß. Ink sagt nur: „Läuft.“ Gemeint ist der Prozess, gemeint ist auch der Countdown. Denn wer 450 Millionen hinblättert, will TV-Gelder der Primera, nicht Pokalspiele gegen Cartagena.
Die gute Stimmung, die Medien zitieren, ist ein PR-Film. Hinter den Vorhängen rechnen die Analysten Tag für Tag neu: Abstieg minus 35 Prozent, Klassenerhalt plus 20. Ein Spread, der über Besitzer, Trainer und Spielhöfe entscheidet.
Sergio Ramos wirbt mit Heimat, aber die Kapitalgeber verstehen nur EBITDA. Und EBITDA schreit, wenn die Liga am 2. Juni den Vorhang zuzieht.
Am Ende steht eine simple Gleichung: neun Punkte aus neun Spielen oder 100 Millionen Euro weniger Evaluierung. Kein Vertrag wankt so schnell wie ein Fußballclub an der Abstiegslinie.
