Sevilla wirft espanyol gegen die wand – und schickt monchi vorzeitig in die krise

17 Spiele ohne Sieg, ein Sportdirektor, der schon für den Gegner plant, und ein Stadion, das seit 2011 kein Heimspiel gegen diesen Gegner verliert: Das 16:15-Uhr-Duell im Ramón Sánchez-Pizjuán ist kein Spiel, es ist eine Schicksalsfaust.

Alexis Sánchez schoss den Sevilla FC am Montag gegen Real Sociedad auf die Erfolgsspur – heute soll Espanyol die nächste K.o.-Station werden. Der Klub aus Barcelona droht, die Klasse zu verlieren, während die Andalusen bei einem Dreier vorzeitig den Rettungsanker werfen könnten. Die Logik des Abstiegskampfs: Wer zuerst trifft, trifft doppelt.

Sevilla feuert die zweite patrone

Trainer García Plaza kann auf Djibril Sow zurückgreifen – die Sperre ist abgesessen, die Maschine komplett. Nur Manu Bueno und Marcao fehlen, doch die zentrale Frage lautet: Wer partnert mit Sow? Die Antwort entscheidet, ob Espanyols Mittelfeld kollabiert oder sich erstmals seit Wochen wieder befreit fühlt.

Isaac Romero spielte in San Sebastián unter Schmerzmitteln, heute rennt er wieder an – weil es keine Alternative gibt. Die Fans kaufen die Karten trotzdem, das Stadion ist ausverkauft. Die Statistik dahinter: 13 Heimspiele in Folge ohne Niederlage gegen Espanyol, 10 Siege, 4 Remis. Ein Kreislauf, der sich selbst befeuert.

Espanyol reist mit monchi im gepäck

Espanyol reist mit monchi im gepäck

In Barcelona drehte sich diese Woche alles um Monchi. Der Andalusier mit Sevilla-Impfung soll künftig die Sportgeschicke des Klubs lenken – wenn Espanyol in der ersten Liga bleibt. Ein Deal, der wie ein Seil um den Hals wirkt: Verliert die Mannschaft heute, rutscht sie auf Relegationsplatz 17. Dann wird aus Monchis Zukunftsplan ein Notfallprotokoll.

Pol Lozano kehrt ins Mittelfeld zurück, doch die eigentliche Schlacht tobt vorne. Neal Maupay gegen Kike García – ein Duell, das Espanyol bislang nur theoretisch gewann. Maupay traf in 17 Pflichtspielen gegen Sevilla sechs Mal, Kike García wartet seit Januar auf ein Tor. Die Zahlen sind lauter als jede Ansprache.

Der französisch-argentinische Neuzugang Maupay hat sich in der Hierarchie vor Akor Adams gespielt – nicht weil er schneller ist, sondern weil er in kritischen Zonen trifft. García Plaza setzt auf Effizienz, nicht auf Sympathie. Espanyol setzt auf pure Verzweiflung.

16:15 Uhr, Ramón Sánchez-Pizjuán. Ein Sieg für Sevilla bedeutet: 39 Punkte, fast sicherer Hafen. Ein Sieg für Espanyol bedeutet: 34 Punkte, noch ein Lebenszeichen. Die Realität: Wer heute verliert, muss nächste Woche nach Villarreal – und dort wartet ein Gegner, der noch um Europa träumt. Die Saison kristallisiert sich in 90 Minuten. Espanyol hat 17 Chancen vertan. Die 18. könnte die letzte sein.