Sevilla stürzt ab: fehlende respekt und katastrophale abwehr!

Ein neuer Tiefpunkt für den FC Sevilla: Das Team von Luis García Plaza unterlag am Samstag dem Abstiegskandidaten Oviedo mit 0:1 und befindet sich tiefer im Abstiegskampf als je zuvor. Die Spirale aus Negativ-Ergebnissen dreht sich unaufhaltsam weiter, und die jüngste Niederlage wirft erneut ernste Fragen nach der Leistungsfähigkeit und dem Zusammenhalt des Kaders auf.

Die defensive als fass ohne boden

Die Abwehrleistung war erneut erschreckend. Besonders der französische Innenverteidiger Nianzou stand im Fokus der Kritik. Seine individuellen Fehler, darunter ein grober Patzer, der direkt zum Gegentor führte, kosteten seiner Mannschaft den Sieg. Es ist beinahe schon grotesk, wie oft der bestbezahlte Spieler des Teams für katastrophale Situationen verantwortlich ist. Seine mangelnde Konstanz und sein fehlendes Stellungsspiel sind ein echtes Ärgernis.

Der Vorfall um Sow, der einen harten Tritt von Viñas erhielt und daraufhin ausgewechselt werden musste, zeigt zudem die fehlende Schutzkleidung der Spieler. Die Entscheidung von Del Cerro Grande, die Aktion nicht als Platzverweis zu werten, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. „Für mich war das ein klarer Elfmeter und ein Platzverweis“, so García Plaza nach dem Spiel, sichtlich frustriert.

Ein team ohne selbstvertrauen

Ein team ohne selbstvertrauen

Auch die taktische Ausrichtung von García Plaza ließ zu wünschen übrig. Das Team agierte ohne jegliche Überzeugung und wirkte von der ersten Minute an verunsichert. Die Bemühungen, das Spiel zu kontrollieren, scheiterten an der kompakten Defensive von Oviedo und der eigenen Unfähigkeit, Torchancen herauszuspielen. Die eingewechselten Spieler konnten ebenfalls keine Wende herbeiführen. Manu Bueno, Castrín und andere Talente des Reserveteams waren bemüht, konnten aber das Fehlen von Kreativität und Kampfgeist im Mittelfeld nicht kompensieren.

Die Tatsache, dass Sevilla bereits zum vierten Mal in dieser Saison in Unterzahl agieren musste, zeugt von mangelnder Disziplin und fehlender Konzentration. Die Mannschaft scheint den Faden verloren zu haben und kämpft mit einer tief sitzenden Krisenform. Die Nerven liegen blank, und jeder Fehlpass wird zum Stimmungskiller.

Die Verpflichtung von García Plaza sollte frischen Wind in den Verein bringen, doch bisher ist davon wenig zu sehen. Die Probleme sind tiefgreifend und erfordern mehr als nur einen Trainerwechsel. Es bedarf einer grundlegenden Erneuerung im gesamten Verein, angefangen bei der sportlichen Führung bis hin zum einzelnen Spieler.

Die nächste Aufgabe gegen Atlético Madrid wird eine Zitterpartie. Sollte Sevilla auch hier nicht punkten, droht der Absturz in die unteren Regionen der Tabelle. Die Fans sind alarmiert, und die Zukunft des Vereins hängt am seidenen Faden. Die Frage ist nicht, ob Sevilla den Abstiegskampf gewinnt, sondern ob der Verein überhaupt noch die Kurve kriegen kann.