Sevilla: eigentümerwechsel rückt näher – ramos im hintergrund!
Die Verhandlungen um einen neuen Eigentümer für den Sevilla Fútbol Club laufen weiter, obwohl die sportliche Lage des Teams alarmierend ist. Ein Deal scheint näher als je zuvor, doch eine Klausel könnte die Karten neu mischen.
Ein deal mit schlupflöchern?
Wie die spanische Zeitung ABC Sevilla berichtet, sieht die ursprüngliche Vereinbarung mit Five Eleven Capital und Sergio Ramos eine drastische Reduzierung des Kaufpreises vor, sollte Sevilla den Abstieg in die Segunda División hinnehmen. Dieser Punkt wurde bereits bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung (LOI) festgehalten, in der der Wert des Clubs, inklusive der 88 Millionen Euro Nettoverschuldung, auf rund 450 Millionen Euro geschätzt wurde – ein Preis von etwa 3.500 Euro pro Aktie.
Sollte Sevilla also absteigen, würde das Angebot auf knapp über 100 Millionen Euro sinken, was einem Wert von rund 2.500 Euro pro Aktie entsprechen würde. Interessant ist, dass die aktuellen Eigentümer auch in diesem Fall nicht aus dem Deal ausscheren können, sollten die Investoren dennoch weitermachen wollen. Die Zahlen sind natürlich Richtwerte, da die sogenannte 'Due Diligence', also die eingehende Prüfung der Vereinskonten durch Five Eleven Capital, noch läuft. Dabei werden offene Zahlungen und mögliche Rechtsstreitigkeiten analysiert, bevor ein endgültiges Angebot mit konkreten Zahlen vorgelegt wird.

Ramos’ rolle: vom star zum beobachter
Ein weiterer Aspekt ist die Rolle von Sergio Ramos. Nach seiner anfänglichen Beteiligung an den Verhandlungen scheint er sich nun eher zurückzuhalten, genießt die Semana Santa und die Atmosphäre in Sevilla. Seine Präsenz im Hintergrund ist bemerkenswert, während die Verhandlungen im Detail weiterverhandelt werden. Die Frage, wie der Credit Participativo mit LaLiga (CVC) behandelt wird – ob als Schuldenposten oder als Vermögenswert – ist ein weiterer wichtiger Punkt, der in den kommenden Gesprächen auf der Tagesordnung stehen wird.
Die Details rund um die CVC-Zahlungen, die hauptsächlich für die Verbesserung der Infrastruktur der Clubs vorgesehen sind, werden ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Die Verhandlungen sind komplex und vielschichtig, und der endgültige Abschluss hängt von der erfolgreichen Klärung aller offenen Fragen ab.
