Settebello zertrümmert griechenland 16:14 – sydney-ticket schon in der tasche
Alexandroúpolis – die Halle kocht, der Ball fliegt, und Italiens Wasserballer feiern einen Schlagabtausch, der sich sehen lassen kann. 16:14 gegen Griechenland, vierte Gala in Serie, und das Finale-Ticket für Sydney (22.–26. Juli) schon vor dem letzten Gruppenspiel gebucht.
Einziger hänger: das 0:6 zwischen erstem und zweiten viertel
Was war passiert? Vlachos’ Schützlinge drehen auf, treffen aus jeder Lücke, und plötzlich liegen die Azzurri mit sechs Tagen Rückstand hinten. „Wir haben kurz geschlafen“, sagt Jacopo Alesiani, 29, und grinst trotzdem – denn er weiß, wie die Geschichte endet. Mit einem 5:2 im letzten Abschnitt, zwei Treffern aus seiner Hand, und einem Abwehrverband, der selbst in Unterzahl Fels ist.
Die Zahlen sprechen für den Sieger: Ferrero, Iocchi Gratta und Carnesecchi erzielen jeweils einen Dreierpack, Nicosia hält im Tor, was zu halten ist. Bei den Griechen glänzt Kalogeropoulos mit vier Treffern – vergeblich. Superiorität nutzt Italien aus (6/9), Griechenland verballert zwei Extra-Man-Mehrheiten mehr (nur 3/11). Das macht den Unterschied.
Trainer Sandro Campagna atmet tief durch. „Der Sieg zählt, klar. Aber entscheidend ist, dass die Jungs in der Krise nicht weggeschaut haben.“ Er nennt es „ein weiterer Schritt“, mehr nicht. Kein Pathos, nur Arbeit. Genau deshalb läuft es gerade.

Am samstag wartet weltmeister spanien
Die nächste Herausforderung folgt sofort: Samstag, 18.45 Uhr Ortszeit, treffen die Italiener auf den amtierenden Weltmeister. Spanien schlug Ungarn 13:9 und führt ebenfalls mit drei Punkten. Wer das Duell gewinnt, belegt Platz eins im Gruppe-C-Finaltableau – wichtig für die Setzliste in Sydney.
Die Stimmung im Lager? Gelassen. „Wir wissen, wo wir stehen“, sagt Alesiani. „Und wir wissen, dass wir noch eine Gang hochschalten können.“ Für Griechenland bleibt die Erkenntnis, dass die jüngste Niederlagenserie gegen Italien weitergeht – seit dem WM-Halbfinale 2019 wartet man auf den nächsten Pflichtsieg gegen die Squadra.
Die World Cup-Karawane zieht weiter, doch eines ist jetzt schon klar: Wer in Sydney um Edelmetall schwimmen will, muss zuerst an Italien vorbei. Die Maschine läuft, Öl ist vorhanden – und der Fahrplan steht.
