Setién blickt zurück: aufstiegserinnerungen und zukunftspläne
Racing Santander steht kurz vor dem Aufstieg in die erste Liga – ein Triumph, der viele alte Erinnerungen wachruft. Enrique Setién, einst Spieler und später Trainer des Traditionsvereins, blickt in einem Interview mit MARCA zurück auf seine Zeit in Kantabrien und äußert sich zu den aktuellen Perspektiven des Klubs.
Die glorreichen jahre des aufstiegs
Setién, der den Racing-Trikot in zwei Etappen trug und über 300 Spiele bestritt, erinnert sich mit großer Wärme an die Aufstiege von 1993 und 2002. „Es sind großartige Erinnerungen, wie alle anderen Erfolge, die ich mit Racing erlebt habe“, sagt er. Besonders hervorhebt er die Rolle von Paquito, dem damaligen Trainer, dessen Einfluss auf den Aufstieg von 1993 entscheidend war. Nach einer Phase in Logroño kehrte er nach Santander zurück, um in der zweiten Liga zu spielen – eine Entscheidung, die sich als richtig erwiesen hat.
Doch der aktuelle Aufstiegsprozess, so Setién, sei von einer anderen Natur. „Diese Etappe ist anders. Racing hat in den letzten Jahren eine schwere Zeit durchgemacht, fast die Insolvenz erlebt. Die Arbeit von José Alberto ist herausragend. Er hat ein Team übernommen, das in Abstiegspositionen steckte, und es kontinuierlich verbessert. Jetzt steht Racing nach 14 Jahren wieder kurz vor der Rückkehr in die erste Liga.“

Lob für josé alberto und die spielerauswahl
Setién zeigt sich beeindruckt von der Arbeit des aktuellen Trainers. „José Alberto hat eine außergewöhnliche Arbeit geleistet. Er wurde während der gesamten Zeit unterstützt, und das hat uns an den Rand des Aufstiegs gebracht. Es gab schwierige Momente, aber das ist normal. Er und sein Team haben eine hervorragende Mannschaft zusammengestellt, die mit einer klaren Spielidee begeistert.“ Besonders hervorzuheben sei, so Setién, die Qualität der einzelnen Spieler, die in diesem Kontext außergewöhnlich gut zur Geltung kommen. „Sie zeigen ihr ganzes Können, weil sie in einem System spielen, das ihnen das ermöglicht.“
Die Fans des Racing Santander, die in 16 von 21 Spielen über 20.000 Zuschauer in das Stadion brachten, verdienen diese Freude. „Es ist verrückt, was diese Fans für ihren Verein tun. Man sieht das in Zaragoza, A Coruña oder Gijón, aber hier ist es noch intensiver.“ Setién ist überzeugt: „Racing verdient es, in der ersten Liga zu spielen, weil es die beste, stabilste und spielstärkste Mannschaft der Liga ist.“
Obwohl Setién selbst nicht ins Stadion gehen wird, wird er das Spiel gegen Valladolid im Fernsehen verfolgen. Seine Zukunft als Trainer ist ungewiss: „Ich habe schon oft gedacht, dass ich nicht mehr trainieren werde, aber dann kommt etwas Interessantes und ich sage ja.“ Ein möglicher Wechsel nach Spanien schließe er aus, während er sich einem „exotischen Angebot aus dem Ausland“ durchaus vorstellen könnte, wie seine jüngste Erfahrung in China.
