Serie b spaltet sich: monza und venedig enteilen, der abstiegskampf wird zum kessel

Die 28. Spieltag hat die Spuren gezogen, die bis in die Play-offs reichen werden. Monza und Venedig haben sich an die Spitze gesetzt, während unten drin plötzlich Traditionsklubs wie Empoli und Sampdoria mitwaten. Ein Dienstag, der die Tabelle zerrissen hat.

Die taktik von mister 1.500

Die Rede ist von Marco Fumagalli, Coach von Reggiana. Gegen Bolzano stand er zum 1.500. Mal an der Seitenlinie – eine Zahl, die selbst in der langen Serie-B-Geschichte selten ist. Statt zu feiern, ließ er seine Mannschaft das Fairplay walten: Nach einem Foulspiel an einem Gegenspieler schlug er den Ball absichtlich ins Aus, um die Behandlung zu ermöglichen. Die Gäste bedankten sich, das Publikum applaudierte, die Liga twitterte ein Herz. In Zeiten, in denen Schwalben und Proteste zum Alltag gehören, war das ein Moment, der neben Punkten zählt.

Dieselbe Runde brachte Barizurück auf die Erfolgsspur. Nach vier Heimspielen ohne Sieg schlug die „Galletta“ Cosenza mit 2:0. Der Stadio San Nicola atmete auf, die Curva Nord sang bis nach Mitternacht. Für Trainer Michelozzi war es die erste Hausnummer, die er endlich abhaken konnte – und die letzte Warnung an die Verfolger.

Frosinone stolpert, toskana verpennt den abstiegsgong

Frosinone stolpert, toskana verpennt den abstiegsgong

Während oben die Lichter angehen, wird unten gezittert. Frosinone kassierte in Salerno das 0:1 und rutsch auf Rang zwölf ab. Die Aufstiegsaspirationen der Ciociari sind auf Sparflamme, drei Punkte fehlen bis zum Relegationsplatz. Noch alarmierender: Empoli holte aus den letzten fünf Partien zwei magere Zähler. Die einstige Bundesliga-Granate steht mit 27 Punkten nur noch zwei vor dem Strich. Sportdirektor Pietro Scognamiglio sprach nach dem 0:2 gegen Parma von „einem Tag, an dem selbst der Rasen zitterte“. Die Insuffizienz ist Programm, nicht Pech.

Die Liga zählt jetzt Tore, aber auch Herzschläge. Mit neun Spieltagen bis zum Ende hat die Meisterschaft die Drehzahl erhöht. Wer jetzt stottert, bekommt den Salto mortale serviert. Die Tabelle lügt nicht – sie droht nur.