Serie a-sturm: diese stürmer zünden jetzt – und diese riskieren ein fantascon
Die 29. Spieltag der Serie A beginnt am Freitag mit Torino-Parma und endet am Montag mit Cremonese-Fiorentina. Dazwischen warten die Großfeuerwerke: Inter empfängt am Samstag Atalanta, Como testet am Sonntag die Roma. Wer den Dreier braucht, muss die richtige Spitze wählen – und genau hier liegt der Haken.
Erste garde: leao, pulisic, hojlund – startelf-pflicht
Rafael Leao trägt seit Wochen ein Geheimnis auf seinen Schienbeinschonern, und das scheint ihn anzutreiben. Gegen Atalanta darf er erneut von links durchstarten, ein Gegner, gegen den er in drei der letzten vier Duelle entweder traf oder vorbereitete. Gleiches gilt für Christian Pulisic: Der US-Boy hat in der laufenden Saison jedes zweite Heimspiel einen Treffer erzielt, Inter hat ihn längst zum festen Bestandteil der Druck-Formation gemacht.
Rasmus Hojlund ist das andere Extrem. Nach seiner Winter-Pause wegen Adduktor-Problemen lief er in den letzten beiden Partien 90 Minuten durch, erzielte gegen Lecce das 1:0 und verschoss in Mailand nicht einmal. Gegen Parma wartet eine Viererkette, die in den letzten fünf Spielen acht Gegentor kassierte – eine Einladung für den dänischen Turbo.

Zweite reihe: david, thuram, zapata – rendite mit risiko
Victor Osimhens Ausfall zwingt Napoli, auf Giovanni Simeone oder Matteo Politano umzustellen. Simeone traf in seinen letzten drei Einsätzen zweimal, doch gegen Como wartet eine Defensive, die nur 16 Fouls in den letzten vier Spielen beging – Disziplin, die Simeones Raum verengt. Marcus Thuram dagegen fliegt unter dem Radar: Er lief in fünf der letzten sechs Partien 90 Minuten, erzielte dabei vier Tore. Gegen Atalanta aber verlor Inter zuletzt dreimal in Folge – ein Thriller mit offenem Ende.

Dritte garnitur: morata, vardy, openda – der joker-modus
Alvaro Morata kehrt nach Gelb-Sperre zurück, doch sein Wert sinkt. In Auswärtsspielen traf er nur eins der letzten acht Spiele. Jamie Vardy dagegen ist der alte Fuchs: In den letzten drei Spielzeiten erzielte er nach Länderspiel-Pausen immer innerhalb der ersten 30 Minuten. Wer riskiert, darf sich überraschen lassen – vorausgesetzt, er spielt von Anfang an.
Viertes soll: zerbin, meister, noslin – besser auf der bank
Antonio Candreva fehlt Empoli drei Wochen, Salvatore Esposito rückt nach. Für Empoli bedeutet das: noch weniger Durchschlag auf den Außen. Gleichzeitig kehrt Walace nach Verletzung zurück, doch seine Statistik gegen Top-6-Teams spricht Bände: kein Tor, keine Vorlage in 14 Einsätzen. Gegen Inter also lieber die Finger weg – auch wenn die Kugel neuerdings flacher fliegt.
Wer den Dreier will, setzt auf Leao, Hojlund und Pulisic. Wer zockt, greift zu Thuram oder Vardy. Und wer auf Nummer sicher geht, lässt Zerbin & Co. diesmal draußen – die Serie A verspricht ohnehin genug Feuer, ohne dass man sich selbst ein Eigentor einbaut.
