Serena williams' comeback endet in dramatischer erstrundenpleite
Wimbledon – Die Tenniswelt hielt den Atem an, als Serena Williams, die lebende Legende, nach vier Jahren ihr Einzel-Comeback wagte. Doch der Traum vom Triumph auf dem Centre Court platzte im Kampf gegen die junge Maya Joint: 3:6, 7:6 (8:6), 3:6. Ein Match voller Emotionen, Kampfgeist und der Frage, ob die Vergangenheit wirklich vergangen ist.

Stichs kritik und williams' antwort auf dem platz
Vor dem Spiel hatte Michael Stich, Wimbledonsieger von 1991, noch Zweifel geäußert und Williams’ Rückkehr als „nichts Positives“ für die anderen Spielerinnen bezeichnet. Doch Serena Williams ließ ihre Worte auf dem Platz Revue passieren. Zwar verlor sie den ersten Satz deutlich, doch im zweiten Satz kämpfte sie sich zurück, wehrte im Tiebreak einen Matchball ab und zeigte immer wieder blitzartige Aufschläge, die an ihre glorreichen Tage erinnerten. Ihre Töchter, Alexis Olympia und Adira, schmiegten sich an Papa Alexis Ohanian in der Box und genossen den Auftritt ihrer Mutter – einem Auftritt, der mehr als nur Tennis bedeutete.
Die Fans bejubelten jeden Punkt der 44-Jährigen, trieben sie bei Rückstand an und zeigten ihre ungeteilte Unterstützung. Doch Maya Joint, geboren im Jahr 2006, als Williams bereits zwei ihrer sieben Wimbledontitel gewonnen hatte, ließ sich nicht beirren. Trainiert von der australischen Tennisgröße Sam Stosur steigerte sie sich im Laufe des Matches und nutzte schließlich ihre Chance zur Entscheidung.
„Das ist unprofessionell“: Williams’ Kritik an den Anti-Doping-Regeln
Nach der Partie prangerte Serena Williams die Anti-Doping-Regeln an und bezeichnete sie als „unprofessionell“. Ein Schlaglicht auf die Belastungen, denen sich Top-Athletinnen nach ihrer Rückkehr ausgesetzt sehen. Aber der Fokus lag unweigerlich auf dem Match selbst und dem Ende einer Ära – zumindest vorerst.
Williams’ Comeback ist zwar abrupt beendet, aber sie kehrt im Doppel an die Seite ihrer Schwester Venus (46) zurück. Die Zuschauer dürfen sich auf weitere emotionale Momente freuen. Die Frage, ob dieses Comeback das letzte war, bleibt offen, doch eines ist klar: Serena Williams hat Wimbledon einmal mehr in ihren Bann gezogen.
