Sensation in hamburg: melsungen holt die european league!
Ein Handball-Märchen ging in Hamburg seiner Sensation entgegen: Die MT Melsungen, sensationell! Die Nordhessen haben gestern Abend in der Barclays Arena den THW Kiel im Final der European League mit 24:23 bezwungen und damit den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte errungen. Ein historischer Moment für den Handball in Nordhessen und ein Paukenschlag im deutschen und europäischen Vereinsgeschehen.

Die abwehr macht den unterschied
Das Spiel war ein nervenaufreibender Kampf auf Augenhöhe, eine Abwehrschlacht, die bis zur letzten Sekunde spannend blieb. Kiel, der haushohe Favorit, fand kaum Mittel gegen die bärenstarke Defensive der Melsunger, angeführt von dem herausragenden Torhüter Nebojsa Simic. Simic war schlichtweg überragend und verhinderte unzählige Treffer der Kieler Angreifer. Die TSV Pelkum-Schützlinge zeigten eine Disziplin und einen Kampfgeist, der ihresgleichen sucht.
Dainis Kristopans war mit vier Treffern der erfolgreichste Werfer auf Melsungener Seite, aber es war die kollektive Leistung, die den Unterschied machte. Die MT hatte bereits am Samstag im Halbfinale den Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt ausgeschaltet und präsentierte sich damit in Topform.
Für den THW Kiel platzte gestern nicht nur der Traum vom European League-Titel, sondern auch die Hoffnung auf die Teilnahme an der Champions League. Der Rekordmeister, der aktuell nur den fünften Platz in der Bundesliga belegt, wird zum dritten Mal in Folge in der Königsklasse fehlen. Ein herber Rückschlag für den Verein und die Fans.
Es bleibt abzuwarten, ob Melsungen den dritten deutschen Startplatz in der Champions League beanspruchen kann. Die Flensburg Handewitt, die am Sonntag das kleine Finale gegen Montpellier HB mit 32:30 gewannen, sicherten sich zumindest den dritten Platz.
Alfred Gislason, Bundestrainer, kommentierte die erste Halbzeit bereits mit den Worten: „Es ist ein sehr hart umkämpftes Spiel, sehr eng.“ Seine Einschätzung traf zu, denn die Partie war von Anfang an von einer hohen Intensität und zahlreichen spannenden Momenten geprägt.
Die Schlussphase gehörte dann ganz und gar Melsungen. Gonzalo Perez de Vargas übernahm zwar im Kieler Tor die Rolle von Andreas Wolff, doch Simic hielt seinen Kasten mit einer Glanzleistung sauber. Der entscheidende Treffer durch David Mandic zum 24:23 besiegelte den historischen Triumph für Melsungen.
Die MT Melsungen hat bewiesen, dass mit Leidenschaft, Kampfgeist und einer starken Mannschaftsleistung auch der größte Favorit geschlagen werden kann. Ein verdienter Sieg für die Nordhessen, der in die Geschichte der Handball-Bundesliga und des europäischen Handballs eingehen wird.
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